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Dinkel bleibt weiter knapp

Wie beim neuertigen Roggen und Weizen sind auch die Mehle aus Dinkel etwas enzymärmer.  (Quelle: Schapfenmühle)+
Wie beim neuertigen Roggen und Weizen sind auch die Mehle aus Dinkel etwas enzymärmer. (Quelle: Schapfenmühle)

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Erntebericht

Die neue Dinkelernte trifft auf einen geräumten Markt. Während sich der Preis leicht nach oben bewegt, ist die Qualität ähnlich wie im Vorjahr.

Ulm (abz). Die neue Dinkelernte trifft auf einen geräumten Markt. Wie die in ihrem mitteilt, ist aufgrund der geringeren 2012 und der damit verbundenen Knappheit bis zum Ernteanschluss 2013 auch für das Getreidewirtschaftsjahr 2013/2014 weiterhin knapp und teuer. In diesem Jahr ist der Dinkelpreis nicht dem Weizenpreis gefolgt, sondern hat sich leicht weiter nach oben bewegt.

Die hohen Preise im Frühjahr 2013 und die Knappheit zum Ernteanschluss hat die Landwirte in den Dinkelabgabepreisen beflügelt. Es wird von den Landwirten sehr viel Dinkel eingelagert. „Zahl es oder lass es!“ - das ist vielfach die Antwort von den Dinkelbauern gegenüber der aufnehmenden Hand, so die Erfahrungen der Schapfenmühle-Einkäufer. Aufgrund der langen Beziehungen zu den regionalen Landwirten konnte die Schapfenmühle die Jahresbedarfsmenge sichern.

Im mühleneigenen Labor der Schapfenmühle wurde der dinkel untersucht und folgende Veränderungen festgestellt: Der Dinkel hat noch gute Hektolitergewichte mit regionalen Abstrichen, die Kornausbildung ist gut, aber geringer zu der sehr guten Ernte 2012.

Durchschnittswerte beim Handels-Dinkelmehl Type 630:

  • Fallzahl: 340 bis 370 sec. (Vorjahr: 300 – 330 sec.)
  • Feuchtklebergehalt: 34 bis 36 Prozent (Vorjahr: 36 – 38 %)
  • Sedimentationswert: 30 ml  (Vorjahr: 30 ml )

Veränderungen zum Vorjahr:

  • Der Feuchtklebergehalt liegt etwa 1 bis 2 Prozent unter dem Vorjahr.
  • Die Enzymaktivität ist geringer.
  • Die Fallzahl ist leicht höher.
  • Die Feuchtkleberqualität ist gut dehnbar.
  • Die Wasseraufnahme ist etwas geringer als 2012. Dies wird sich nach einer längeren Getreidelagerung wieder ausgleichen.
  • Die Knettoleranz ist leicht besser.
  • Die Teigentwicklung ist gleich zum Vorjahr.
  • Die Endgarstabilität ist tolerant.
  • Die gemessenen Volumina  zeigen gleiche Werte zu 2012.
  • Die Krumenstabilität ist sehr gut.

Verarbeitungsempfehlung für Dinkelmehle aus der Ernte 2013:

  • TA um etwa 1 bis 2 Prozent geringer einstellen zum Vorjahr.
  • Die Knettoleranz ist gut. Teige im Spiralkneter ca. 3/4 im Langsamgang und ca. 1/4 im Schnellgang kneten.
  • Teigtemperatur auf 26° bis 27° C einstellen.
  • Teigruhe gleich lassen.

Den kompletten Erntebericht mit Hinweisen zu Dinkel, Weizen und Roggen herunterladen: www.schapfenmuehle.de

Die Ernte ist mit Nord-Süd-Gefälle deutlich schlechter als in den Vorjahren.
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