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Digitalisierung verändert das Handwerk nachhaltig

Über die Facetten der Digitalisierung diskutierten Lola Güldenberg (von links), Josef Anton Hartmayer, Nina Bold, Moderator Marcus Höffer, Petra Kunz und Bernd Kütscher. (Quelle: Kräling)+
Über die Facetten der Digitalisierung diskutierten Lola Güldenberg (von links), Josef Anton Hartmayer, Nina Bold, Moderator Marcus Höffer, Petra Kunz und Bernd Kütscher. (Quelle: Kräling)

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Bäko Workshop: Im Mittelpunkt stand, wie Bäcker die Herausforderungen der industriellen Entwicklung für sich nutzen können

Von Werner Kräling

Eine geballte Ladung an Informationen, Impulsen, Perspektiven und Tipps rund um die Digitalisierung: Beim 28. Bäko Workshop stand für die rund 320 Teilnehmer das Unternehmen „Bäckerei“ im . Aber gleichzeitig auch der Mensch als Schnittstelle und als Marke „Ich“ – oder auch als mehr oder weniger kompetenter Nutzer von Smartphone, Internet samt Facebook, YouTube, oder Instagram.

Eröffnungsredner Gerriet Danz machte mit einem Bild von bunten Flamingos auf einem Dinosaurierskelett (Skulptur aus dem Silicon Valley) deutlich, dass es die Chancen der nicht zu verpassen gilt – will man nicht als Dino-Skelett auf der Strecke der Evolution bleiben. Denn die digitale Revolution haben wir bereits hinter uns, „der Homo Digitalis ist Realität“, zeigte Anita Eggler mit einer ordentlichen Portion Humor auf. Jetzt gelte es, mit der Evolution Schritt zu halten: clever gesteuert, um nicht von E-Mails getrieben und vom Smartphone versklavt den Blick für Wesentliches zu verlieren.

Innovation braucht

Tradition und Kreativität

Dabei sind Utopien gefragt, um Visionen in mehr Umsatz umzusetzen. Das bedeute schlicht und ergreifend Arbeit – mit den erforderlichen Freiheiten und auch einer im Unternehmen tagtäglich gelebten Fehler- und Lernkultur, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

Ideen kommen nicht von allein, und mit einer ausführlichen Checkliste gab Gerriet Danz eine praktikable Anleitung, wie Innovationen durch neue Verknüpfungen entstehen: Dabei nützt der Vergleich mit den Bäckerkollegen weniger als ein Blick über den Tellerrand: „Gehen Sie mal zum Tierfutterhändler Fressnapf, um nach Ideen Ausschau zu halten.“ Steve Jobs jedenfalls hat durch den Besuch einer Bonbon-Fabrik seine Inspiration für das bunte und dann erfolgreiche Design der iMac-Generation bekommen.

Lola Güldenberg zeigte über allgemeine Trends der Digitalisierung auch mögliche Schnittstellen in der „Backstube der Zukunft“ auf: zum Beispiel den Gemüse schneidenden Roboter, den Dash-Button (Bestellknopf) von Amazon oder einen Food-Scanner am Schlüsselbund zur Nährstoffanalyse.

Digitalisierung ist

schon Realität

Künftig sage das Produkt den Digitalsteuerungen von Aufarbeitungsanlagen, wie es geformt werden will, Exo-Skelette helfen beim Tragen von Rohstoffen und der lesende Handschuh erleichtert die Logistik. „Vieles wird sich durchsetzen, ist heute schon Realität oder machbar, doch die menschliche Hand bleibt im Bäckerhandwerk bei vielen Tätigkeiten unersetzbar“, prognostiziert die Trendforscherin. Trotz 3-D-Drucker, der gleich in einigen Referaten als Beispiel für Digitalisierung und Automatisierung angeführt wurde.

Per Online-Medien

Kundenbindung realisieren

und Digitalisierung bilden längst keinen Widerspruch mehr, und besonders in der Außendarstellung, in der Werbung und Unternehmenskommunikation wissen Betriebe die Möglichkeiten der digitalen Medien zu nutzen. Bernd Kütscher konnte in seinem Vortrag gleich eine ganze Reihe vorbildlicher Beispiele präsentieren, wie Handwerksbetriebe über Facebook und YouTube nicht nur neue Produkte und Aktionen bewerben, sondern Imagewerbung betreiben und auch Kundenbindung realisieren.

Die Marke „Ich“

wird zum Aushängeschild

Vertrauensbildend kann auch die Marke „Ich“ in der Unternehmenskommunikation wirken. Nämlich dann, wenn man zu einer Reise zum Kern des eigenen Ichs bereit sei und ein authentisches Profil entwickele, erläuterte Personal Branding Coach Ben Schulz. Ein Profil, das beim Eigenmarketing wiederum zum wichtigen Aushängeschild für eine nachhaltige Kundenbindung werden kann, wie Prof. Thomas Jendrosch anhand zahlreicher Beispiele aufzeigte.

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