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Die Transporter von morgen „denken“ mit

Zukunftspläne: Auf einem selbst fahrenden Regal rollt die Ware automatisch in den Transportraum. (Quelle: Mercedes-Benz)+Zur Fotostrecke
Zukunftspläne: Auf einem selbst fahrenden Regal rollt die Ware automatisch in den Transportraum. (Quelle: Mercedes-Benz)

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Mercedes-Benz stellt Konzepte mit fortgeschrittenem Entwicklungsstand für die ökologischen und logistischen Anforderungen der Zukunft vor

Von Bernd Nusser

Die Ware rollt in Paketen auf einem selbstfahrenden Regal in den Frachtraum des Transporters. Der sortiert das Ladegut eigenständig nach der zuvor vom Computer ermittelten Auslieferungsroute und reicht dem Fahrer an jeder Station die entsprechende Sendung durch die Ladeluke.

Und damit die tagesgleiche oder gar unmittelbare Erledigung einer Bestellung auch tatsächlich klappt, stehen dem fahrenden Personal an zentralen Knotenpunkten der Tour auch noch Lieferroboter und Drohnen zur Seite, während die Kunden via Smartphone längst über die sekundengenaue Anlieferung ihrer Order informiert wurden.

Die große Umstellung

soll bis 2020 erfolgen

Zukunftsmusik? Mercedes-Benz stellt sich und seine Produkte gerade auf den E-Commerce ein. Bis 2020 werde sich das Unternehmen grundlegend verändert haben, sagt Volker Mornhinweg, der Chef der Van-Sparte im Stuttgarter Konzern: „Wir werden vom Anbieter von Transportern zum Anbieter von Transportlösungen – intelligent, sauber und immer online.“

Eine halbe Milliarde Euro will die Transporter-Division in die Digitalisierung investieren. „Und das ist erst der Anfang“, verkündet Mornhinweg. In Berlin, Stuttgart und im Silicon Valley seien bereits Denkzentren entstanden. Mehr als 200 kreative Kräfte arbeiten, ausgestattet mit den Freiheiten von Start-ups, vor allem an den Lösungen für die „letzte Meile“ auf dem Lieferweg.

All die bisher gesammelten Ideen hat der Fahrzeughersteller bereits in seinem rein batterieelektrisch betriebenen „VisionVan“ zusammengefasst.

Arbeiten am Fahrzeug

für übermorgen

Zwar beschreibt Mercedes-Manager Mornhinweg das windschlüpfrig gezeichnete Elektrogefährt selbst als „Transporter für übermorgen“, doch etliche Logistikhilfestellungen sind ganz konkret, und die Entwickler und Kooperationspartner sprechen auf die Frage nach einem möglichen Zeitpunkt für die Serienreife eher von Monaten als von Jahren.

So wie der Einsatz von Lieferrobotern, die im Wohngebiet mit Schrittgeschwindigkeit ausschwärmen und jeweils bis zu zehn Kilogramm schwere Pakete an die Haustüre bringen können (lesen Sie dazu auf abzonline.de den Bericht zum Stichwort Drohne).

Auch Apps und cloudbasierte Lösungen zur Materialüberwachung und -disposition im Fahrzeug oder zur optimalen Nutzung des Frachtraums sollen Serienreife erreicht haben.

Zudem will sich Mercedes nach dem Vorbild der Carsharing-Stationen im Pkw-Bereich auch auf diesem Gebiet engagieren und für den Bedarfsfall zur Verfügung stellen.

Neuer E-Transporter

soll 2018 kommen

Für 2018 kündigt Mornhinweg den Serienproduktionsstart für einen E-Transporter mit neu entwickeltem Antriebsstrang an. Das hat nicht nur Umweltschutzgründe: Angesichts des immer dichter werdenden Verkehrs in Ballungsräumen sollen die leisen Lastwagen auch die nächtliche Lieferung in Wohngebiete ermöglichen.

Zudem stehe durch die veränderte Anordnung der Antriebseinheit rund zehn Prozent mehr Laderaum als bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zur Verfügung.

Bereits im ersten Halbjahr 2017 will Mercedes auch als Mobilitätsdienstleister neue Wege gehen und unter der Webadresse www.mercedes.pro eine digitale Plattform anbieten, die für Gewerbekunden Konnektivitäts- und Flottenlösungen bereit hält, die über den klassischen Transportbedarf hinausgehen.


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