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Die Kleinen zahlen die Zeche

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Energiekosten

Die neue Stromnetzentgeltverordnung und die neue EGG-Abgabe sorgen dafür, dass der Markt verstärkt unter Strom ist. Knackpunkt ist vor allem die Wettbewerbsverzerrung.



Denn die Industrie kann künftig die Stromkosten auf die Verbraucher - und die kleinere Betriebe abwälzen, wie zahlreiche Tageszeitungen berichten. Grund dafür ist eine neue gesetzliche Regelung, die sogenannte Stromnetzentgeltverordnung - gültig seit August 2011. Nach dieser Verordnung können sich Großverbraucher in energieintensiven Branchen (Stahl-, Aluminium oder Papierwerke) von der Zahlung der sogenannten Netzentgelte befreien lassen, die Teil des Strompreises sind.


Doch was man auf der einen Seite erlässt, muss man auf der anderen Seite wieder holen. Die Zeche zahlen laut Experten die Haushalte und die kleinen und mittleren Unternehmen. Hier wird ab 2012 mit mit einem Zuschlag von mindestens 0,55 Cent pro Kilowattstunde gerechnet.


Hinzu kommt, dass die Umlage für Erneuerbare Energien (EGG-Abgabe) 2012 genau 3,592 Cent je Kilowattstunde verbrauchtem Strom beträgt. Das bedeutet eine relativ moderate Erhöhung um 0,062 Cent. Was bei bei 100.000 Kilowattstunden 62 Euro Mehrkosten ausmacht.


Das ist nicht besonders viel, aber ärgerlich. Zumal auch in dem Fall die Großen profitieren und die Kleinen solidarisch für die entstehende Differenz aufkommen: Zwar können besonders energieintensive Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in den Genuss von Rückzahlungen kommen - auch Bäcker. Aber das gilt erst ab einem Jahresverbrauch von mindestens einer Gigawattstunde.


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