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Deutschland steht auf Kaffee

Heute verbinden die meisten Konsumenten Kaffee mit Genuss. (Quelle: Kauffmann/Archiv)+
Heute verbinden die meisten Konsumenten Kaffee mit Genuss. (Quelle: Kauffmann/Archiv)

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Mit der Bohne lässt sich gut Geld verdienen. Doch was wissen Kunden eigentlich über Kaffee? Mit wissenswerten und kuriosen Daten und Fakten trumpfen Bäcker auf.

Hamburg (abz). gilt als ein Lieblingsgetränk der Deutschen. Pro Kopf sind im vergangenen Jahr 162 Liter Kaffee getrunken worden. Das sind als Mineralwasser (143,5 Liter) oder Bier (107 Liter), teilt der Deutsche Kaffeeverband mit. Mit folgenden Daten und Fakten rund um Kaffee überzeugen Bäcker im Gespräch mit ihren Kunden.

Kaffee und Gesundheit

Kaffee galt früher als Heilmittel. Bis ins 12./13. Jahrhundert wurden die Bohnen hauptsächlich zu Heilzwecken angebaut. In Europa kam das im 17./18. Jahrhundert in Mode und wurde anfangs vor allem in Apotheken verkauft – denn auch hier wurde Kaffee als Arzneimittel gesehen. Erst später entdeckten die Menschen die genussvollen Seiten des Kaffees.

Und heute? Kaffee wird aus Genuss und wegen seines besonderen Geschmacks und Aromas getrunken.

Kaffee und Handel

Nicht jeder durfte früher Kaffee anbauen oder damit handeln. Die arabische Welt, in der Kaffee zuerst Fuß fasste, hat ihr Kaffeeanbau- und Handelsmonopol streng gehütet. Im 16. und 17. Jahrhundert entwendeten die Niederländer Kaffeesträucher und pflanzten sie in ihren Kolonien an. Im Lauf des 18. Jahrhunderts breitete sich Kaffee immer weiter aus und wurde schließlich rund um den Erdball angebaut.

Heute sind über 25 Millionen Menschen weltweit mit Anbau, Verarbeitung und Handel von Kaffee beschäftigt. 150 Millionen Sack Kaffee à 60 Kilo werden durchschnittlich pro Jahr geerntet.

Kaffeehäuser und Coffeeshops

Wer hätte es gedacht? Im Juli 1789 sprang der Rechtsanwalt Camille Desmoulins im Café du Foy im Pariser Palais Royal auf einen Tisch und rief zum Kampf gegen die Aristokratie und für „Freiheit und Gleichheit“ auf. Kaffeehäuser waren früher Treffpunkte für Debatten und Diskussion – und manchmal auch eine Revolution.

Heute steht in den knapp 2200 Coffeeshops und Coffeebars in Deutschland der Genuss im Vordergrund und nicht die politische Auseinandersetzung. Kaffee ist zu einem Lifestyle-Getränk geworden, das unabhängig von Ort und Zeit getrunken wird, in kalten oder warmen Varianten.

Kaffee im Sozialismus

In der DDR war reiner Röstkaffee schier unerschwinglich. Schließlich führte die Parteiführung einen Mix aus Kaffee und Getreide, Zuckerrüben und Erbsen ein. Dieser Kaffeeersatz schmeckte den Bürgern überhaupt nicht und wurde in Anlehnung an westdeutsche Produkte als „Erichs Dröhnung“ verschmäht. Die Unzufriedenheit wurde offen geäußert. Die Politik suchte nach Abhilfe und kaufte im Ausland Kaffee ein. Um langfristig den Mangel an Kaffee abzustellen, sollte das sozialistische Bruderland Vietnam Kaffee anbauen.

Reinheitsgebot

Heute ist Vietnam tatsächlich ein bedeutendes Kaffeeanbauland, knapp ein Viertel der Welternte stammt aus dem asiatischen Land. Und einen Kaffeemix muss übrigens auch niemand mehr trinken, egal ob in Ost oder West. Beim beliebtesten Getränk Deutschlands gilt ein „Reinheitsgebot“: Wo Kaffee draufsteht, darf auch nur reiner Kaffee enthalten sein.


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