ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Themenkanal Rohstoffe

Der Umsatz fällt

Der heiße August hinterlässt in den Betrieben der Ernährungsindustrie Spuren. (Quelle: Bernd Kasper/Pixelio.de)+
Der heiße August hinterlässt in den Betrieben der Ernährungsindustrie Spuren. (Quelle: Bernd Kasper/Pixelio.de)

Weitere Artikel zu


Ernährungsindustrie

Die gute Nachricht: Die Betriebe setzen im August mehr Waren ab. Die schlechte: Die Verkaufspreise fallen. Unterm Strich kommt ein Umsatzminus von 1 Prozent heraus.

Berlin (abz). Die erwirtschaftet im August 13,5 Mrd. Euro. Damit erzielte die Branche einen wertmäßigen Umsatzrückgang von minus 1 Prozent. Grund sind die sinkenden Verkaufspreise. Mengenmäßig setzen die Betriebe der Ernährungsindustrie nämlich mehr ab, das Absatzplus beträgt 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Außer-Haus-Markt belebt

Der heiße Sommermonat August, heißt es bei der (BVE), kurbelt vor allem den Absatz im Inland an, besonders der Außer-Haus-Markt profitiert. Das kurze Hoch reiche jedoch nicht, um die Lebensmittelproduktion deutlich zu steigern. Das Exportgeschäft bleibt im August hinter den Erwartungen zurück. Es werden Lebensmittel im Wert von 4,2 Mrd. Euro im Ausland abgesetzt. Das entspricht einem Rückgang von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die anhaltende Stagnation, Schwankungen im Exportgeschäft, hohe Produktionskosten und mehr internationaler Wettbewerb setzen Erträge und Arbeitsplätze der Ernährungsindustrie erheblich unter Druck und begründen weitere Konsolidierungstendenzen am Markt, fasst die BVE die Situation zusammen.

Agrarrohstoffmärkte

Die Agrarrohstoffpreise legen die Angebots- und Nachfrageentwicklung am Weltmarkt fest. Auf das Angebot wirken dabei vor allem die globalen und häufig schwankenden Ernte- und Witterungsbedingungen. In der Zwischenbilanz zeigt sich 2015 im Vorjahresvergleich bislang Stagnation bei der Preisentwicklung zwischen Januar und September 2015. In Teilbranchen gibt es aufgrund extremer Witterung aber auch Knappheit. Insgesamt bleiben die Preise an den Agrarrohstoffmärkten auf hohem Niveau und fordern bei dem starken Ertragsdruck das Kostenmanagement in der Lebensmittelherstellung heraus.

Geschäftsklima

Die Stimmung bei den Unternehmen der Ernährungsindustrie gilt als Indikator für die konjunkturelle Entwicklung. Der Ausblick zeigt für Oktober 2015 laut dem entsprechenden ifo-Index ein stabiles und positives Geschäftsklima für die Branche. Während die Geschäftslage im Oktober noch besser als in den Vormonaten eingeschätzt wird, sinken die Erwartungen für die darauf folgenden sechs Monate.

Dass Betriebe mehr Umsatz machen, geht nicht allein auf eine Erhöhung der Verkaufspreisen zurück.
Auch interessant

Ernährungsindustrie legt beim Umsatz zu

Die Zahlen sind positiv. Doch die Unternehmen der Branche drücken Sorgen. Die Stimmung ist jedoch ausgewogen. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel