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Der lange Weg zur Landesinnung

Der neu gewählte Vorstand der Innung „Nord“ (von links): Helmut Börke, Stefan Scharbau, Uwe Matz,
Obermeister Martin Martensen, Joachim Lessau, Thomas Leefen und Jörn Dwenger. Foto: Hoffmeister+
Der neu gewählte Vorstand der Innung „Nord“ (von links): Helmut Börke, Stefan Scharbau, Uwe Matz, Obermeister Martin Martensen, Joachim Lessau, Thomas Leefen und Jörn Dwenger. Foto: Hoffmeister

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Schleswig-Holstein: Drei Innungen fusionieren zur Großinnung / Ehrenämter immer schwieriger zu besetzen

Schleswig-Holstein ist einen großen Schritt auf die Vereinigung seiner Innungen zu einer einzigen Landesinnung zugegangen. Auf einer Sitzung in Neumünster stimmten drei Innungen über ihre Fusion zu einer Großinnung ab. Mit „Nord“, „Holstein“ und „Ostholstein/Plön“ schlossen sich die drei größten Innungen in Schleswig-Holstein zusammen.

Bis zur letzten Minute war nicht klar, ob die Fusion vollzogen werden kann. Zwar hatten sich „Nord“ und „Holstein“ fusionswillig gezeigt, in „Ostholstein/Plön“ aber gab es Widerstand. Die Fusionskritiker befürchteten, dass die regionale Nähe und die politische Vertretung vor Ort verloren gehen würden, wenn die Geschäftsführung verlagert wird. Bisher wurde die Geschäftsführung von der Kreishandwerkerschaft Eutin übernommen. Mit vier Gegenstimmen stimmte „Ostholstein/Plön“ in einer geheimen Abstimmung aber schließlich für die Fusion. „Nord“ und „Holstein“ stimmten vollzählig zu.

Die neue Großinnung „Nord“ wird am 1. Januar 2011 ihre Arbeit aufnehmen. „Nord“ umfasst 75 Prozent aller Innungsbetriebe in Schleswig-Holstein. 25 Prozent verteilen sich auf die vier Innungen „Steinburg“, „Schleswig-Flensburg“, „Föhr/Amrum“ und „Sylt“. „Nord“ hat damit 193 Mitglieder.

Auf der Sondersitzung wurde Martin Martensen (Niebüll) zum Obermeister der neuen Innung gewählt. Um die regionale Nähe zu den Mitgliedsbetrieben beizubehalten, wird der Vorstand von zwei auf jetzt sechs Obermeister-Stellvertreter erweitert. Gewählt wurden Helmut Börke (Burg), Jörn Dwenger (Pinneberg), Thomas Leefen (Kiel), Joachim Lessau (Braak), Uwe Matz (Sterdebüll/Bordelum) und Stefan Scharbau (Nordhastedt). Einstimmig fiel die Entscheidung, die Geschäftsführung auf die BKV-Nord und Heinz Essel zu übertragen.

Der Trend zu großen, zentralen Verwaltungseinheiten sei ungebrochen. Es werde immer schwieriger, Ehrenamtsposten und Ausschüsse zu besetzen. Die Tage der kleinen Einheiten seien gezählt. „Wir werden die kleinen Innungen aber genau so gut betreuen wie bisher. Wir wollen guten Service bieten“, sagte Heinz Essel. Er rechnet aber damit, dass die jetzt fünf Innungen „in vielleicht fünf, sechs Jahren“ in einer großen Landesinnung aufgehen werden.

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