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Der Gang zum Experten ist eine Frage der Zeit

Wenn Zeit ist, gehen Verbraucher eher zum Bäcker statt in den Supermarkt oder Discounter. (Quelle: Archiv)+
Wenn Zeit ist, gehen Verbraucher eher zum Bäcker statt in den Supermarkt oder Discounter. (Quelle: Archiv)

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Aus Zeitgründen erledigen Verbraucher ihren Gesamteinkauf im Supermarkt / Die Rückkehr zum Fachgeschäft ist jedoch erkennbar

Stuttgart (aram). Die gute Nachricht ist, dass eine für Fachgeschäfte wie Bäckereien schlechte Entwicklung ihren Tiefpunkt erreicht haben könnte.

Damit kann es nur noch aufwärts gehen – mit der Rückgewinnung von Kunden nämlich, denen der Gang durch die Geschäfte von Experten wie Bäckern und Metzgern zu zeitaufwändig geworden ist. Statt dessen sind sie daran interessiert, ihre Einkäufe „auf einen Rutsch zu erledigen“. Supermärkte und Discounter sind damit für sie erste Wahl beim .

Als Ursache dieser Entwicklung nennt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) den Versuch von Verbrauchern, durch die Befriedigung aller Einkaufsbedürfnisse an einem Ort ihr persönliches Zeitkontingent zu maximieren. Die Bäckerei in der Vorkasse, Fleisch- und Wurstwaren ebenso im Shop-Innenbereich wie Obst und Gemüse – da wird der Fachhändler aus Verbrauchersicht schnell zum vermeintlich auch noch teureren Exoten.

Außerdem kaufen Kunden im oder beim Discounter auf Vorrat ein, um die Zahl der Einkäufe selbst – auch dies wieder im Rahmen des Strebens nach Zeitgewinn – reduzieren zu können.

Fachgeschäfte verlieren

sechs Prozent Kunden

Von dieser Entwicklung sind nicht nur die Betreiber stationärer Geschäfte betroffen. Auch die Beschicker von Wochenmärkten bekommen den „Alles auf einmal“-Trend durch Umsatzeinbußen zu spüren. Nach Schätzung der sind auf diese Weise bei Fachanbietern rund sechs Prozent der Kunden fern geblieben.

Als „Verweigerer“ von Fachgeschäften gelten vor allem Menschen unter 40, die sich von ihrem Beruf besonders herausgefordert fühlen.

Doch alles zurück auf Start: Die Trendforscher meinen ausgemacht zu haben, dass auch bei unter 40-Jährigen der klassische Einkaufsbummel wieder an Bedeutung gewinnt. Besonders beliebt seien Bio- und Hofläden. Eine Tendenz, von der mittelfristig auch innerstädtische Fachgeschäfte profitieren könnten. Im Vorteil sind damit Bäcker, die das Thema „Qualität durch Handwerk“ gekonnt inszenieren.

Und warum kommt die Gruppe U-40 wieder zurück? Ein Erklärung könnte nach Einschätzung der Konsumforscher sein, dass sie sich mit dem persönlichen Zeitstress besser arrangiert haben.

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