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Der Begriff „Cold Brew“ ist für alle da

Attraktives Angebot Cold Brew: Kaffee als Erfrischungsgetränk ist angesagt und Geschäftsbasis vieler Startups. (Quelle: J. Hornig)+
Attraktives Angebot Cold Brew: Kaffee als Erfrischungsgetränk ist angesagt und Geschäftsbasis vieler Startups. (Quelle: J. Hornig)

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Die Zubereitungsmethode ist markenrechtlich nicht schützbar / J. Hornig lenkt nach Protestkampagne ein

Graz (abz). Zu einem Branchenstreit um Markenrechte kam es jüngst unter Kaffeeröstern: Die österreischiche Darboven-Tochter J. Hornig ließ sich „Cold Brew“ als Marke sichern und mahnte daraufhin Startups ab, weil sie gegen verstoßen hätten.

Ein Bündnis von rund 80 Röstern hat sich dagegen gewehrt. Letztlich mit Erfolg, den die Hornig-Marke ist Vergangenheit.

„Cold Brew“ als

Verpackungsmarke geschützt

Es ging um den Begriff „Cold Brew“. Den hatte sich J. Hornig schützen lassen. Und zwar nicht das Getränk selbst, sondern Dosen, Glasbehältnisse, Plastikflaschen und Kartons, auf denen „Cold Brew“ steht.

Also praktisch alle Behältnisse, in denen kalt gebrühter verpackt ist, waren damit für andere Anwender des Konzepts tabus. Ende März 2018 verschickte J. Hornig dann die ersten Abmahnungen an Start-ups, die diesen „Markennamen“ verwendet hatten.

Daraufhin schlossen sich schnell kleinere Röstereien zusammen, um sich gegen diese Geschäftspolitik zu wehren. In einem Protestbrief verurteilten die Betriebe, dass J. Hornig versucht hatte, den Begriff „Cold Brew“ EU-weit markenrechtlich für sich zu monopolisieren und Wettbewerber von der Nutzung des Begriffs auszuschließen. Die Abmahnungen waren vorausgegangen.

Ziel der Kampagne war es, den Begriff, der für die angesagte Zubereitungsmethode von Kaffee als Erfrischungsgetränk mit kaltem Wasser steht, weiterhin frei nutzen zu können. Ein Begriff, der eine seit mehreren Jahren populäre Zubereitungsform beschreibe, könne nicht markenrechtlich geschützt werden, heißt es in dem Protestschreiben.


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