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Dem Himmel recht fern

Die Getreidesilos sind gut gefüllt, die Preise entsprechend stabil. (Quelle: Shutterstock/bit mechanic)+
Die Getreidesilos sind gut gefüllt, die Preise entsprechend stabil. (Quelle: Shutterstock/bit mechanic)

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Befürchtungen, die Preise für Rohstoffe würden nach dem trockenen und heißen Sommer im kommenden Jahr „abheben“, werden sich eher nicht bewahrheiten

Von der Sonne verdörrt“ statt „Von der Sonne verwöhnt“ trifft den Umgang des heißen Sterns im Sommer dieses Jahres mit dem, was Landwirte da so auf ihren Äckern angebaut hatten. Als Folge greinten die Bauern nach Subventionen und wahrsagten Medien explosionsartig ansteigende für Verbraucher voraus – auch bei Backwaren.

Nach dem Ausrollen der sagen kühle Köpfe nun voraus, dass Getreide und damit Mehl im kommenden Jahr auf einem stabilen Preisniveau mit überschaubarem Aufwärtstrend gehandelt werde. Die Ernteausfälle seien doch nicht so gravierend wie befürchtet ausgefallen.

Nachdem die Aufregung um Butter- und Milchpreise abgeebbt ist, sei auch bei diesen Waren wie auf dem gesamten Rohstoffmarkt nicht mit bösen Überraschungen zu rechnen, meint zumindest Armin Juncker, der sich als Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Großbäckereien beruflich mit den Rohstoffmärkten gut auskennen sollte. Andere Fachleute, wie der Einkäufer der Bäko Stuttgart, erwarten bei Mehl Preissteigerungen zwischen fünf und maximal 15 Prozent.

„Fürs kommende Jahr habe ich schon einen Kontrakt abgeschlossen“, sagt Bäcker Georg Krimphove. Damit kann er verlässlich kalkulieren und unabhängig von der Fieberkurve täglich schwankender Rohstoffpreise einkaufen. Einzige Einschränkung: Sollten die Mehlpreise fallen, gibt der Verkäufer Bäcker Krimphove keinen Nachlass. Sehr wahrscheinlich ist dieses Modell allerdings nicht. (aram)

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