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Das Essen kommt zur Haustür

Werden Bestellsysteme noch einfacher zu bedienen, wird der Pizza-Lieferdienst einer von vielen. (Quelle: Fotolia/lassedisgnen)+
Werden Bestellsysteme noch einfacher zu bedienen, wird der Pizza-Lieferdienst einer von vielen. (Quelle: Fotolia/lassedisgnen)

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Verbraucher profitieren von neuen technischen Möglichkeiten für die schnelle und bequeme Verpflegung zuhause

Rüschlikon/Schweiz (abz). Die Digitalisierung hat die Food-Branche erreicht. Davon überzeugt sind die Autoren des europäischen Food-Trendreports „Bits over Bites“, der beim im schweizerischen Rüschlikon erschienen ist. Biologisch, regional und frisch: Solche Verpflegungsangebote gewinnen seit Jahren an Bedeutung. Das Bedürfnis nach Echtheit, Natürlichkeit und Nachvollziehbarkeit nimmt beim Durchschnittseuropäer weiter zu, dessen Alltag geprägt ist von Mobilität und Flexibilität. Immer öfter bietet dabei die Digitalisierung neue Lösungen: Viele der neuen Technologie-Angebote helfen den Verbrauchern, schnell zu frischen und lokalen Bio-Produkten zu kommen.

Der Fokus der Investoren liegt hier insbesondere auf Lieferdiensten, welche die letzte Meile – den letzten Lieferabschnitt bis hin zur Haustür des Kunden – überbrücken. Denn wenn die Ware zum Kunden gelangt und nicht mehr umgekehrt, wird die wichtiger als die Infrastruktur, so die Autoren des Trendreports. Das gibt auch kleinen Anbietern, zum Beispiel familienbetriebenen Restaurants oder Bäckereien, die Möglichkeit, ihre Produkte an eine neue Kundschaft zu vertreiben. Wer im smarten Gerät des Users präsent ist und die richtigen Daten aggregiert und vermittelt, gewinnt. Die Umwälzungen werden neben dem fortschreitenden Aufweichen und Verschwinden einstiger branchenspezifischer Grenzen und Barrieren und einer starken Zunahme der Angebotsvielfalt auch zu weiter zunehmender Transparenz führen.

Trotzdem bleiben Inspiration und Sinnlichkeit starke Bedürfnisse der Menschen. So wird auch künftig der reale Einkaufs- und der Ess-Ort selbst dann von großer Bedeutung bleiben, wenn das Online-Shopping dereinst einfacher sein wird als heute und wenn vielseitigere, flexiblere und günstigere Lieferdienstleistungen die veralteten Konzepte verdrängt haben. Voraussetzung dafür ist, dass die Bäckerei oder das Restaurant seine bewährten Stärken mit den neuen Bedürfnissen zu vereinen wissen wird. Es wird mehr kombinierte Konzepte von Läden und Restaurants, wie auch von Online und Offline geben.

Wo und was man auswärts isst, hängt dabei in Zukunft immer stärker von integrierten Bestell-, Bewertungs- und Reservationssystemen, einer Art „Google Food“ ab, sind die Autoren überzeugt. Dies fördert die Transparenz zusätzlich: Wie bei Airbnb oder Uber können sich auf dieser Plattform Produzenten, Händler, Gastronomen und Konsumenten gegenseitig und sichtbar bewerten. Alteingesessene Food-Profis werden darum kämpfen müssen, nicht von den neuen Giganten wie Google oder kleinen Start-ups überrannt zu werden.

Der Lieferdienst Morgengold arbeitet mit Backbetrieben zusammen und liefert die Brötchen bis vor die Haustüre.
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