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ABZ-TIP der Woche
Für unsere Kunden reißen wir uns sechs Beine aus. Dieser bekannte Werbeslogan steht für all die Anstrengungen, die unternommen werden müssen, um Kunden zufrieden zu stellen – und sie zu binden! Schließlich wäre es schön, wenn sie bald wieder kommen. Wie dabei vorgegangen werden muss – das ist bekannt: Wir sollen unseren Kunden ihre Wünsche schon von den Augen ablesen, sobald sie das Geschäft betreten. Und dann sollen wir sie erfüllen! Ohne wenn und aber! Flink, korrekt und mit unserem freundlichsten Lächeln sollen die Kunden all das erhalten, was sie verlangen. Dafür reißen wir uns sechs Beine aus!
So gesehen werden unsere Kunden richtig verwöhnt. Ein Wunschkonzert im Back-Schlaraffenland sozusagen. Wenn sie ein Fünkchen Anstand hätten, müssten sich Kunden eigentlich für unsere Mühe bedanken. Aber das tun die Wenigsten. Im Gegenteil: Kein Dankeschön – und obendrein müssen wir ihre schlechte Laune, ihre Dreistigkeit und Ungeduld ertragen. Und das ist immer noch nicht genug: Zu allem Überfluss sollen wir uns beim Kunden bedanken! Alles was recht ist! Das geht entschieden zu weit!
Aus diesem Blickwinkel heraus erscheint es tatsächlich etwas paradox: Das Verkaufspersonal soll den Kunden danken – nicht umgekehrt? Und aus dieser Position wird vielleicht auch deutlich, warum in der Tat viele Mitarbeiter im Verkauf tatsächlich nicht danken. Das ist einfach eine Demütigung!
Sich beim Kunden zu bedanken ist in manchen Fällen nicht einfach. Es sollte aber trotzdem getan werden: Zum Einen muss gedankt werden, dass der Kunde Geld da gelassen hat. Und zum Anderen ist ein herzliches „Dankeschön“ die schönste Art der Kundenbindung. Das „Danke“ – gerade am Ende des Verkaufsvorganges – wird sich beim Kunden positiv einprägen und er wird wieder kommen.
Dienstleistung, Dienen und Danken – das ist nicht einfach! Aber wer es versteht, der wird erfolgreich sein und seine Kunden begeistern.
Ulrich.Stoekle@t-online.de
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