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Chancen nutzen durch Bio-Vermarktung

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Teilweise größere Umsatzzuwächse / BioFach 2005 vom 24. bis 27. Februar in Nürnberg

Nürnberg (p). Die BioFach öffnet vom 24. bis 27. Februar 2005 im Messezentrum Nürnberg ihre Tore. Zur Weltleitmesse für Bio-Produkte werden rund 1.900 Aussteller und 30.000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet. Seit jeher ist die BioFach anerkannter Treffpunkt des internationalen Naturkost-Fachhandels.

Nach zwei Jahren mit geringen Wachstumsraten im Bio-Handel scheint nun in Deutschland der Knoten geplatzt: Ein deutliches Umsatzplus von 7,4 Prozent im zweiten Quartal 2004 ermittelte der Fachverband BNN-Herstellung und Handel für den Großhandelsbereich. Dabei legte vor allem Frisches mit über 12 Prozent deutlich zu. Der Wachstumsschub ist bereits seit März zu verzeichnen, dem Beginn der intensiven Genfood-Diskussion in der Öffentlichkeit. Deutschlandweit gibt es etwa 2.000 Naturkostläden und 200 großflächige Bio-Fachmärkte mit Verkaufsflächen zwischen 200 und 1.000 m².

Große Bio-Fachmärkte, die den Verbrauchern eine Riesenauswahl an biologischen Lebensmitteln offerieren, werden zunehmend wichtiger bei den spezialisierten Fachgeschäften. Sie tragen entscheidend zum Imagewandel in der Öffentlichkeit bei: Weg vom angestaubten Körnerimage der achtziger Jahre, hin zum modernen, zeitgemäßen Einkauf und zur genussorientierten Zubereitung der umweltfreundlich erzeugten Lebensmittel. Inzwischen profiliert sich eine Vielzahl von Fachgeschäften über Frischprodukte mit einer breiten Auswahl an Obst und Gemüse.

Das zweite Quartal schloss der deutsche Naturkost-Einzelhandel mit einem Plus von knapp 10 Prozent zum Vorjahr ab. Bezogen auf das erste Halbjahr steht ein Plus von 7 Prozent zu Buche, so das Ergebnis einer Untersuchung der Unternehmensberatung wob-Hartmann, Solingen. Gegenüber dem Trend des Vorjahres legten auch die kleineren Fachgeschäfte unter 80 m² mit einem Plus von 5 Prozent wieder zu. Die Verkaufsflächen über 300 m² konnten mit 16 Prozent das beste Ergebnis erzielen. Auch Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von über 150 m² machten ein kräftiges Umsatzplus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Größe des Ladens und dem Umsatzzuwachs. Verbraucher bevorzugen größere Läden, die meist moderner eingerichtet sind und eine bessere Auswahl bieten.

Von der verstärkten Nachfrage der letzten Monate haben diejenigen Fachgeschäfte besonders profitiert, die ohnehin bereits ein gutes Umsatzvolumen erreichen. Bei der obersten Umsatzgruppe (über 750.000 Euro pro Jahr) gab es ein Spitzenergebnis im zweiten Quartal von 15 Prozent Umsatzplus. Selbst kleinere Geschäfte mit einem Umsatzvolumen von unter 250.000 Euro schnitten im Durchschnitt noch mit 6 Prozent Zuwachs ab. Im gesamten ersten Halbjahr erzielten die umsatzstarken Biomärkte insgesamt ein erfreuliches Plus von 14 Prozent.

wob-Hartmann untersuchte außerdem die Stimmung im Naturkost-Einzelhandel und beschreibt diese als weiterhin sehr zuversichtlich. Modernisierungen und Erweiterungen der vergangenen Jahre tragen jetzt Früchte. Auch bei Neugründungen von Läden, bei denen es naturgemäß einige Zeit dauert, bis ein Kundenstamm erarbeitet ist, läuft es rund. „Jüngere Geschäfte, deren Gründung nicht mehr als drei Jahre zurückliegt, erleben derzeit eine überdurchschnittliche Wachstumsphase von mehr als 20 Prozent,“ so das Fazit von Horst Hartmann. „Dies macht die Chancen der Bio-Vermarktung trotz momentan schwacher Konjunktur sehr deutlich,“ freut sich Hartmann.

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