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Café Merci und Storck schließen Frieden

Das Gericht hatte entschieden: Das Café muss den Namen ändern. Jetzt beharrt Storck nicht auf seinem Recht.  (Quelle: Lupo/pixelio.de)+
Das Gericht hatte entschieden: Das Café muss den Namen ändern. Jetzt beharrt Storck nicht auf seinem Recht. (Quelle: Lupo/pixelio.de)

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Markenrechtsstreit

Dass der Süßwaren-Konzern einer kleinen Kaffeehauskette den Namen verbieten wollte, hat ein großes Echo hervorgerufen. Jetzt darf das Café den Namen behalten.

Berlin/Bad Soden (abz). Ein Comic-Strip auf der Homepage des steht für die . Er zeigt zwei Indianer, die zusammensitzen und die Friedenspfeife rauchen. Wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) berichtet, haben sich der Süßwarenhersteller Storck und das Café Merci verständigt. Demnach dürfen die vier Cafés im Rhein-Main-Gebiet ihren Namen behalten. Vorausgegangen war der Einigung ein jahrelanger (die ABZ berichtete). Das Verfahren ging zu Gunsten von Storck aus. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte entschieden, dass sich das Café binnen eines Jahres umbenennen sollte. Café-Geschäftsführer Thomas Herbst und Inhaberin Anja Klügling gingen davon aus, dass der Rechtsstreit und die Umbenennung Pi mal Daumen 250.000 Euro verschlingt. Nun beharrt Storck aber nicht auf seinem Recht.

Shitstorm

Hohe Wellen in der Presse und einen Shitstorm auf Facebook hatte der Ausgang des Markenrechtsstreits ausgelöst. Der Süßwarenhersteller Storck aus Berlin, der unter anderem „Merci-Schokolade" produziert und vertreibt, hatte argumentiert: Es sei nicht abzusehen, „wo das Café Merci-Unternehmen in zehn oder mehr Jahren steht, wie viele Filialen es dann unter Merci betreibt“. Wie gut so etwas funktionieren könne und wie eng ein als Patisserie oder Konditorei konzipiertes gastronomisches Angebot Speisen, Konditorwaren wie Pralinen und Schokolade verknüpfen kann, zeige etwa das Beispiel Leysieffer. „Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Inhaber die Betriebsgesellschaft der Kaffeehäuser an einen Investor verkauft, dem das Konzept einer solchen großen Kette gefällt und der das Potenzial der Bezeichnung Café Merci erkennt. Solchen Entwicklungen müssen wir zum Schutz unserer Marke vorbeugen und das ist auch der Grund, weshalb wir uns bei dem Unternehmen gemeldet und auf unsere Markenrechte hingewiesen hatten.“ Mit diesen Argumenten kam Storck bei Verbrauchern nicht gut an. Trotz des Richterspruchs, der dem Konzern Recht gab. Die nachträgliche Einigung mit dem Café Merci sei jedoch keine Reaktion auf den Shitstorm, teilt Storck gegenüber der LZ mit.

Die Justiz beschäftigt sich mit dem Namen Merci.
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