Anzeige
Tagungen & Messen
Auf der Biofach präsentieren sich vom 21. bis 24. Februar 2008 zirka 2600 Aussteller
Nürnberg (p). Bio-Produkte bedeuten Genuss und Lebensqualität. Sie stehen für die Verbindung von höchster Qualität und unbeschwertem Konsum. Zirka 2600 Aussteller präsentieren sich auf der Biofach 2008, der Weltleitmesse für Bio-Produkte und wichtigster Branchentreff der Bio-Welt, den erwarteten rund 45.000 Fachbesuchern.
Die Biofach, die vom 21. bis 24. Februar in Nürnberg stattfindet, wartet 2008 mit einem weiteren Highlight auf – der neuen Weinhalle 4A.
Die Bio-Branche boomt und immer mehr Unternehmen steigen in den Markt ein. In Ländern wie USA, Deutschland, Dänemark, Schweiz, Österreich und Großbritannien sind die Vermarktungsstrukturen gut entwickelt. Käufer können hier aus einem großen Angebot an Bio-Produkten in Supermärkten, Naturkostläden, auf Wochenmärkten, bei Lieferdiensten oder auch in ausgewählten Restaurants und Hotels wählen.
Die stark ansteigende Nachfrage in einwohnerstarken Ländern wie Deutschland und USA führt zu einem Sog auf den internationalen Märkten. Zunehmend erfasst dieser die Erzeugerländer und fördert dort die Umstellungen auf Öko-Landbau. Derzeit sind mehr als 31 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche bio-zertifiziert. Australien führt mit 11,8 Mio. ha die internationale Statistik an, gefolgt von Argentinien und China mit jeweils 3,1 Mio. ha Bio-Anbaufläche. In Europa werden rund 7,3 Mio. ha ökologisch bewirtschaftet, davon 6,6 Mio. ha – das entspricht mehr als 4 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche – in der EU.
Im Jahr 2007 werden die weltweiten Ausgaben für Bio-Lebensmittel erstmalig die 40 Mrd. US-Dollar-Marke überspringen, so Amarjit Sahota von der Londoner Unternehmensberatung Organic Monitor. Obwohl die meisten Regionen der Welt von hohen Wachstumsraten berichten, ist umsatzbezogen das größte Wachstum in Nordamerika und Europa zu beobachten. Organic Monitor geht davon aus, dass weltweit im Jahr 2010 die Schwelle von 60 Mrd. US-Dollar erreicht wird.
Naturkostläden und direkt vermarktende Bio-Bauern gelten als Wegbereiter der Branche auf dem deutschen Bio-Markt. Aktuell erzielen der LEH, die Discounter sowie Bio-Supermärkte das größte Marktwachstum. Der ökologische Landbau konnte in Deutschland 2006 einen Zuwachs von 18.133 auf 825.539 ha verzeichnen. Dies geht aus einem Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor. Die Zahl der Ökobetriebe in der Landwirtschaft stieg um 537 auf 17.557. Damit arbeiten 4,6 Prozent der Betriebe in Deutschland auf 4,9 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach den Richtlinien des Öko-Landbaus.
Die Gesamtzahl der im Bio-Sektor tätigen Unternehmen, also Erzeuger, Verarbeiter, Importeure und Händler, ist in Deutschland 2006 um 8,8 Prozent auf 23.978 gestiegen. Nach wie vor wächst die Verarbeitungs- und Importbranche zahlenmäßig schneller als die Erzeugung.
Der Bio-Boom in Deutschland hält nun schon das dritte Jahr in Folge an – bei kaum veränderten Realeinkommen der Verbraucher. 2006 betrug der Umsatz mit Bio-Produkten 4,6 Mrd. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anteilig ist der LEH – inklusive Discounter sowie Obst- und Gemüsefachgeschäfte – mit 49 Prozent, und der Naturkostfachhandel mit 23 Prozent am stärksten an diesem Umsatz beteiligt. Gefolgt werden diese von der Direktvermarktung mit 11 Prozent Anteil, Sonstigen wie Drogeriemärkten, Versandhandel etc. mit 7 Prozent, Metzgereien/Bäckereien und Reformhäusern mit jeweils 5 Prozent.
Der deutsche Bundesverband Naturkost, Naturwaren, Herstellung und Handel (BNN) berichtet von einem Anstieg der Zahl seiner Mitgliedsunternehmen um 12 Prozent im ersten Halbjahr 2007. Bei einem geschätzten Wachstum der Bio-Branche von 15 Prozent läge der Umsatz Ende 2007 bei 5,3 Mrd. Euro und könnte damit erstmalig die 5 Mrd. Euro-Marke überschreiten.
Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei gehören zu den aufstrebenden osteuropäischen Bio-Märkten. Polens Bio-Produktion legte 2006 stark zu, die Zahl der Bio-Betriebe stieg um 28 Prozent auf 9188.
Die Zahl der Verarbeiter verdoppelte sich auf 156, so die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn, Deutschland. Ungarn exportiert rund 90 Prozent seiner landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Aber auch der Binnenmarkt für Bio-Produkte wächst zusehends.
Messezentrum Nürnberg
21. bis 24. Februar 2008
Täglich von 9 bis 18 Uhr,
Sonntag von 9 bis 17 Uhr
Freitag BioNacht 18 bis 21 Uhr
Tageskarte
Dauerkarte
www.biofach.de
Bio wächst weiter
Der Bio-Umsatz ist im vergangenen Jahr zweistellig gewachsen, allerdings konnte das heimische Angebot mit der Nachfrage nicht Schritt halten. mehr...
