Meinung
„ ... und eine Prise Salz“Kommentar
„Nicht mit uns“, setzen sich die Vertreter des Bäckerhandwerks zur Wehr, um ein Stück unternehmerische Freiheit und den Wettbewerb um Vielfalt und Geschmack offen zu halten. Das Kämpfen um Prozentpunkte beim Salzgehalt hat bereits begonnen. Sollten die irrwitzigen Vorstellungen tatsächlich umgesetzt werden, gerät das Brot als gesundes Lebensmittel in eine Absatzkrise: 1,3 Prozent - bezogen auf Mehl - degradieren es zum blassen Belagträger. Ich mag gern Brot mit 1,8 Prozent Salz gebacken. Wie schon gesagt: Bezogen aufs Mehl. Das trifft die Geschmacksnerven vieler Zeitgenossen (siehe Artikel S. 8) – allesamt mündige Bürger. Die wissen übrigens meist doch recht genau, dass eine Tüte Chips ungesünder als ein Apfel ist. Ganz ohne Ampel. Und wenn es mir zu salzig schmeckt, wechsele ich das Bäckereifachgeschäft.
Diese Freiheit der Wahl hätte ich auch gern in Zukunft. Nicht der Gesundheit wegen, aber zur Freude über einen abgerundeten Brotgenuss, bei dem sich Salz und Brotaroma herrlich ergänzen. Dann kann ich sogar auf gesalzene Erdnüsse verzichten.
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