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Bäckerei Entner setzt auf Neuausrichtung

Entner will sich neu erfinden und feilt an der Qualität. (Quelle: Unternehmen)+
Entner will sich neu erfinden und feilt an der Qualität. (Quelle: Unternehmen)

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Sanierung

Weil einige Filialen nicht kostendeckend arbeiten, hat der Betrieb vor einigen Wochen einen Insolvenzantrag gestellt. Wie es weitergeht.

Wendelstein/Nürnberg (abz). Das Unternehmen mit 46 Filialen und 270 Mitarbeitern strebt eine in Eigenverwaltung an. Mit einer und Neuausrichtung ihres Filialnetzes treibt die ihren Sanierungskurs weiter voran. Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei nicht vorgesehen. Dies teilt die Kanzlei Schultze & Braun in einer Pressemitteilung mit. Sie begleitet die Bäckerei in der Krise. Dem Plan zufolge sollen die Öffnungszeiten einiger Filialen an den tatsächlichen Kundenbedarf angepasst werden. Die Standorte werden nach und nach renoviert, das Produktportfolio soll verbessert werden und ein kundenorientierter Service werde ganz groß geschrieben. So sieht das Sanierungskonzept aus, das die Bäckerei in den vergangenen Wochen zusammen mit Schultze & Braun sowie dem vorläufigen Sachwalter Klaus-Christof Ehrlicher von Linse & Ehrlicher erarbeitet habe.

Filialen werden geschlossen

Zwei der bislang 46 Filialen wurden bereits Mitte März geschlossen, weitere zehn sollen bis Ende Juli folgen. „Das ist allerdings kein Schrumpfkurs, den wir unserer Bäckerei verordnen“, sagt Prokurist . „Wir trennen uns lediglich von Standorten, bei denen wir glauben, dass wir sie auch nach unserer Neuausrichtung nicht rentabel betreiben können, zum Beispiel weil die Kundenfrequenz zu niedrig ist.“ Gleichzeitig suche die Bäckerei weiter nach attraktiven Standorten, um das Filialnetz kontinuierlich auszubauen. Voraussichtlich Ende Mai eröffnet Entner eine neue am Plärrer.

Modernisierung

Die bestehenden Filialen sollen Schritt für Schritt umgebaut werden. „Wir wollen das Einkaufserlebnis für unsere Kunden in den Vordergrund rücken. Wir wollen ein Ambiente schaffen, in dem unsere Gäste sich wohlfühlen und gerne auf einen Kaffee und ein Stück Gebäck bleiben“, so Entner. Bereits in den Wochen vor dem Sanierungsverfahren habe Entner kräftig in die einiger Filialen investiert.

Mitarbeiter

Für die rund 270 hat der Umbau der Filialstruktur keine gravierenden Auswirkungen, heißt es in der Pressemitteilung. „Unsere Beschäftigten ziehen bei unseren Umbauplänen mit uns an einem Strang und gehen weiter motiviert ihrer Beschäftigung nach“, so Entner. „Wir werden zukünftig vermehrt auf Ausbildungsplätze und flexible Arbeitszeiten für alleinerziehende Mütter setzen und die Fachkompetenz des Personals durch Schulungen erhöhen.“ Das Beratungsteam habe ein Konzept entwickelt, das Überstunden für das Personal deutlich reduziert. Durch einen optimierten Personaleinsatz könne die Bäckerei gleichzeitig in denjenigen Filialen wieder längere Öffnungszeiten anbieten, die bislang wegen Personalmangels lediglich verkürzt geöffnet hatten.

Sortiment

Auch beim soll es eine sichtbare Entwicklung geben. „Die Qualität unserer Produkte hat nach wie vor oberste Priorität. Unter diesem Aspekt werden wir unsere Sortimentserweiterung sowohl im Konditoreibereich als auch im Imbiss- und Snackbereich voranbringen. Auch das Frühstücksangebot wird optimiert. Unsere Kunden sollen das gute Gefühl haben, bei uns attraktive Produkte mit noch besserer Qualität zu moderaten Preisen zu bekommen “, sagt Entner.

Gläubiger

Die Gläubiger der Bäckerei stehen dem Sanierungsvorhaben wohlwollend gegenüber, so Schultze & Braun in der Erklärung. Das Amtsgericht Nürnberg bestätigte die Eigenverwaltung und bestellte Klaus-Christof Ehrlicher zum Sachwalter. „Dass wir unsere Sanierung weiter in Eigenregie vorantreiben dürfen, ist ein tolles Signal der Unterstützung des Gerichts wie auch der Gläubiger“, so Entner weiter. Darüber hinaus gehe die Sanierung mit einem Generationenwechsel einher. Georg Entner werde sich maßgeblich an der Seite seines Vaters Günter für die bevorstehenden Neuerungen im Unternehmen einsetzen und diese begleiten.


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