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Bäckerasthma auch im Supermarkt

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Studie in England: Untersucht wurden Beschäftigte in den Aufbackstationen

Angestellte, die im Supermarkt Backwaren aufbacken, sind allergiegefährdet. Das ergab eine Studie, die das Imperial College in London gemeinsam mit dem Royal Brompton Hospital durchführte. Die Studie. die in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „European Respiratory Journal“ erschien, fand heraus, dass neun Prozent der Bäcker, drei Prozent der Angestellten in Bäckereien und drei Prozent der Bäckergehilfen deutliche Anzeichen von Asthma aufweisen. Demnach sind die mit dem Backen betrauten Personen signifikant häufiger Asthmatiker, als normale Angestellte des Supermarkts.

Nach den jüngsten Untersuchungen leiden 15 Prozent der Angestellten an asthma-ähnlichen Zuständen, mehr als 26 Prozent gaben an, durch die Arbeit unter entzündeten Augen oder Nasenschleimhäute zu leiden.

„Dass Bäcker vermehrt unter Asthma leiden, ist schon länger bekannt, neu hingegen sind die Zahlen aus Backstuben in Supermärkten“, so Studienleiter Andrew Brand, vom Imperial Collage und Royal Brompton Hospital. Die Zahlen sind, so die Forscher, mit denen anderer Angestellter von Bäckereien vergleichbar. Daher müssten auch für die betroffenen Personen im Supermarkt Arbeitsschutzmaßnahmen gelten. Dies sei um so wichtiger, als die Zahl der entsprechenden Backstuben in Großbritannien stetig zunehme.

Das Wissenschaftsteam hatte 239 Angestellte von 20 Aufbackstationen einer Supermarktkette untersucht. Die untersuchten Personen klagten über Atemschwierigkeiten. Neben den Fragebogen wurden auch Allergietests durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Untersuchten nicht nur auf Mehl allergisch reagierten, sondern auch auf andere Backzutaten. Bei einem Viertel der Betroffenen konnten die Forscher nachweisen, dass es auch eine Sensibilisierung auf andere Stoffe gibt.

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