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Bäcker und Bauern streiten über Brötchenpreise

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Hessischer Bauernverband entfacht Diskussion mit der Äußerung, Verteuerung von Getreide rechtfertige nicht den Anstieg der Brotpreise

Dresden/Frankfurt (abz). Mit Äußerungen, es sei nicht erforderlich, dass Bäcker als Reaktion auf die Ernteausfälle die Preise von Backwaren erhöhten, sind die Bauern in der Backbranche auf Unverständnis und Widerstand gestoßen (siehe auch „Lesermeinung“, S. 4). Der hessische hatte geäußert, dass der Preis für Backweizen und Roggen um bis zu 30 Prozent steigen könne. Das rechtfertige aber nicht die Verteuerung von Brötchen.

„Wir begrüßen grundsätzlich die Hilfsgelder für existenzbedrohte Landwirtschaftsbetriebe. Für eine seriöse Debatte sollten wir uns aber in Geduld üben und die tatsächlichen Zahlen der Getreideernte abwarten. Wird es zu einer Verknappung von Roggen und Weizen am Markt kommen, rechnen wir mit Preissteigerungen“, betont der sächsische Landesobermeister Roland Ermer.

Und Stefan Körber, Geschäftsführer der Bäckerverbände Hessen und Südwest, meint: „Wenn die Mehlpreise steigen, muss das an den Verbraucher weitergegeben werden.“ Auch der Verband der Großbäckereien sieht Handlungsbedarf: „Dass die schlechte Getreideernte Auswirkungen auf die Brötchenpreise hat, ist sicher“, sagt Verbandsgeschäftsführer Armin Juncker.


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