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Wieder Borsten im medialen Umlauf

 In Brot und Backwaren könnten Bestandteile aus Schweineborsten verarbeitet sein, behauptet die Berliner Morgenpost in einem aktuellen Beitrag. (Quelle: Pixabay.com)+
In Brot und Backwaren könnten Bestandteile aus Schweineborsten verarbeitet sein, behauptet die Berliner Morgenpost in einem aktuellen Beitrag. (Quelle: Pixabay.com)

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Backzutaten

In ihrer Berichterstattung über vegane Lebensmittel behauptet eine Tageszeitung, dass in Brot tierische Bestandteile enthalten sein können.

Berlin/Stuttgart (dk). Auch in vermeintlich veganen Lebensmitteln stecken gerne tierische Produkte - so schreibt die Berliner Morgenpost in einem aktuellen Beitrag über vegane Ernährung. Unter anderem werden hier auch Brot und Backwaren besonders herausgehoben. In diesen könnte die Aminosäure "eingebacken" sein, die oft aus Schweineborsten hergestellt werde.

Diese Behauptung hatte der Vegetarierbund Deutschland (Vebu) schon im vergangenen Oktober in Umlauf gebracht (ABZ vom 22.10.2016). L-Cystein werde zur Mehlbehandlung verwendet und da der Stoff oft aus Schweineborsten gewonnen werde, könnten folglich Backwaren Stoffe tierischen Ursprungs enthalten, so der Verein in seinem damaligen Statement im Deutschlandfunk.

Wie der Vertreter eines großen Backwarenherstellers dazu gegenüber der ABZ im Oktober gesagt hatte, wäre diese Behauptung vielleicht vor vielen Jahren noch zutreffend gewesen: "Aber nach dem Medienrummel vor rund 30 Jahren um mögliche Haarbestandteile in Backmitteln begebe sich heute keiner mehr auf dieses Glatteis." Heute werde L-Cystein im allgemeinen synthetisch durch Fermentation aus pflanzlichem Eiweiß gewonnen.

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