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Ausbilder erhalten von Azubis die Note „Mangelhaft“

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Verkaufs-Azubis bewerten im neuen DGB-Report 2017 ihre Ausbildung oft negativ / Überstunden sind zum Teil Schuld daran

Berlin (abz). Mehr als ein Drittel der Auszubildenden leistet regelmäßig . Fast genauso vielen (35,4 Prozent) liegt kein betrieblicher Ausbildungsplan vor, eine Überprüfung der Inhalte ist so nur schwer möglich. Mehr als jeder zehnte Azubi (11,5 Prozent) übt regelmäßig ausbildungsfremde Tätigkeiten aus. Die Abstimmung zwischen Betrieben und Berufsschulen ist oft schlecht.

Das sind Ergebnisse des Ausbildungsreports, den die DGB-Jugend zum zwölften Mal vorgestellt hat und an dem 12.191 Azubis teilgenommen haben.

Zwar seien die meisten Auszubildenden (71,9 Prozent) mit ihrer Ausbildung zufrieden – es gebe aber erhebliche Branchenunterschiede: Mechatroniker, Industriekaufleute und Industriemechaniker seien über Durchschnitt zufrieden.

Friseure, Auszubildende in Teilen des Hotel- und Gaststättenbereichs und Fachverkäuferinnen des Lebensmittelhandwerks bewerten ihre Betriebe hingegen als mangelhaft. Unter anderem deshalb, weil gerade Letztere wöchentlich im Durchschnitt 5,4 Überstunden leisten müssen.

„In diesen Ausbildungsberufen bleiben in jedem Jahr viele Ausbildungsstellen unbesetzt, und die Abbruchquoten während der Ausbildung sind hoch. Schlechte bleibt nicht folgenlos“, sagte DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte.

Die DGB-Jugend fordert mehr Geld für Azubis.
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