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Ausbilden mit Köpfchen

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Kommentar

Der Kampf um die besten Köpfe hat begonnen.“ Das klingt martialisch, hat aber nichts mit der französischer Revolution und der Guillotine zu tun. Und doch handelt es sich um ein existenzielles Problem: Den Nachwuchs- und Fachkräftemangel – speziell im Bäckerhandwerk. Und das ist kein gefühltes Defizit. Das ist in einigen Betrieben schon real existierende Mangelverwaltung – qualitativ und quantitativ. Klar, nicht nur die Anzahl, auch die Qualität der Bewerber um eine Lehrstelle ist auch nicht mehr das, was es mal war. Aber die Anforderungen haben sich in manchen Betrieben nicht gerade erhöht. Das kann man sehen, wie man will. Richtig problematisch wird’s eben dann, wenn es gar nichts mehr zu verwalten gibt.

Wenn die Leerstelle die Lehrstelle ersetzt, wird die Spreu vom Weizen getrennt. Wer bisher gut ausbildete, hat auch heute noch Lehrstellen zu vergeben. Sprich, gute Ausbildungsbetriebe sprechen sich rum. Leider gibt es immer noch ein paar wenige Kollegen, die nach dem Prinzip „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ ausbilden und „teile und herrsche!“ praktizieren.

Mit Verlaub, das war das Führungskräfteseminar anno 1888. Heute machen wir auf Facebook und sozialisieren unsere Seele. „Den Kopf waschen“ geht da noch an. Ein Arbeitgeber, der diesen Job übernimmt, mag noch als leidlich charmant durchgehen. Aber wie ordne ich als engagierte Nachwuchskraft „Kopf abreißen ein“? Richtig: Französische Revolution.

Fazit: Geschichtswissen kann einem jungen Menschen den Kopf retten. Trost für unfähige Ausbildungsbetriebe: Wer heute keine Azubis bekommt, hat Planungssicherheit – der muss sich morgen nicht mit Azubis rumärgern. Und Köpfen bleibt eine harmlose Aktivität für Fußballer mit Köpfchen.

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