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Appetit auf Brot hält an

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2004 rund 5,6 Millionen Tonnen Mehl gemahlen

Bonn (ppl). Das täglich Brot kam auch im vergangenen Jahr häufig auf den Tisch. Pro Tag standen durchschnittlich fünfmal Brot und viermal Brötchen auf dem Speiseplan. Fast zweimal pro Woche wurden andere Kleingebäcke wie Brezeln oder Croissants gegessen. Das berichtet die Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) in Bonn. Wobei der Umsatzanteil der Bäckereien bei Brot auf 40 Prozent gefallen ist.

Gerade beim Brot gewinnt der so genannte Außer-Haus-Verzehr an Bedeutung. Unterwegs, am Arbeitsplatz, in der Gastronomie oder beim Imbiss haben die Deutschen zweimal in der Woche zur Scheibe Brot und mindestens einmal zum (belegten) Brötchen oder zu einem kleinen Snackgebäck gegriffen.

Der regen Nachfrage steht ein vielfältiges Angebot gegenüber.

In Deutschland gibt es mehr als 300 Brotsorten und damit mehr als irgendwo sonst auf dem Globus. Mit einer jährlichen Produktion von rund 7,1 Millionen Tonnen Brot und anderen Bäckereiprodukten liegt Deutschland in der Europäischen Union unverändert an der Spitze

Wenn die Deutschen Brot einkaufen, haben sie ziemlich genaue Vorstellungen davon, worauf es ihnen ankommt. Mit Abstand am wichtigsten ist ihnen der Geschmack, der bei einer Umfrage von 72 Prozent der Befragten an erster Stelle genannt wurde. Gleich danach folgten Frische und Qualität, die für jeweils fast zwei Drittel „äußerst wichtig“ sind.

Die deutschen Mühlen haben im vergangenen Jahr rund 5,6 Millionen Tonnen Mehl und Schrot aus Weizen und Roggen hergestellt.

Auf der Grundlage dieser Zahlen ergibt sich für das Kalenderjahr hochgerechnet ein durchschnittlicher Pro-Kopf-Verbrauch der Bundesbürger von 86,2 Kilogramm (2003: 86,6) bei Brot, Brötchen, Kleingebäck und verwandten Produkten. Auf den Tag umgerechnet sind das 236 Gramm. Nach Angaben der GMF lag der Pro-Kopf-Verbrauch deutlich über dem zehnjährigen Mittelwert von 83,8 kg.

Wichtig für den Verkauf in Bäckereien: Ernährungsexperten ermuntern zum Brotgenuss. Brot hat einen hohen Anteil an Mineral- und Ballaststoffen sowie Vitaminen der B-Gruppe. Ernährungsphysiologisch besonders wertvoll sind Vollkornprodukte. Hier empfiehlt sich, das Verkaufspersonal entsprechend zu schulen, um bei den Kunden punkten zu können.

Rund 30.000 Brote werden jedes Jahr im Rahmen der Brotprüfungen unter die Lupe genommen. Auch das sollte stärker genutzt und nach außen kommuniziert werden.

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