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„Allein die Dosis ...“

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Kommentar

Für Bäcker gibt es endlich wieder mal einen Lichtblick in dem von manchen Publikumsmedien oft überspitzt negativ dargestellten Bild vom deutschen Brot. Nach den Berichten der vergangenen Jahre über vermutlich krebserregendes in zu kräftig gebackener Brotkruste haben Forscher der Uniklinik Halle nun etwas Positives entdeckt. Sie vermuten, dass bestimmte Zucker-Eiweißverbindungen in der Brotkruste die des Körpers gegen das Absterben von Zellen stärken.

Es gibt zwar nur erste Hinweise und bewiesen ist noch gar nichts. Aber allein schon die Tatsache, dass Wissenschaftler entgegen allen Unkenrufen selbsternannter Experten den Wert des Grundnahrungsmittels Brot wieder ins Positive rücken, ist Balsam für die manchmal doch stark gebeutelte Bäckerseele.

Die Unsicherheit der Konsumenten über die von Lebensmitteln ist anscheinend groß. Je nach medialer Berichterstattung wissen Verbraucher nicht mehr, was und wem sie glauben sollen.

Da kommen dann schnell Verschwörungstheorien auf, dass Bäcker sowieso nicht mehr selbst backen oder dass die Profibäcker mit der Industrie unter einer Decke stecken und nur den dicken Profit im Auge haben.

Lichtblicke sind beispielsweise die Forschungsergebnisse seriöser Wissenschaftler, die vor einem Jahr den Zusammenhang zwischen Fodmaps und langer Teigführung beschrieben haben.

Aber letztlich ist es zweitrangig, wie die Untersuchung der Uniklinik Halle sich entwickelt – auf jeden Fall gilt die alte Lebensweisheit, frei nach Paracelsus: „Allein die Dosis macht’s, dass ein Ding kein Gift ist.“

Lesen Sie dazu auch Seite 7.

Auf die Bräunung kommt es an, ob die Brotkruste viele gesunde Stoffe enthält.
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Halle (dk). Nach den vielen Meldungen von dem vermutlich krebserregenden Acrylamid in dunkel gebackenen Brotkrusten gibt es wieder mal eine positive Nachricht für Bäcker: die Kruste von Brot könne mehr...

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