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Abwechslung reizt zum Kauf

Ein belegtes Brot mit hochwertigem Belag – attraktiv verpackt – sorgt für Appetit bei Kunden. (Quelle: Unternehmen)+
Ein belegtes Brot mit hochwertigem Belag – attraktiv verpackt – sorgt für Appetit bei Kunden. (Quelle: Unternehmen)

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Bei Brotsnacks suchen Kunden verstärkt das Besondere / Studie zum Snackmarkt

Von Dieter Kauffmann

Mit belegten Kleingebäcken sind Bäckereien gut im Snack-Markt unterwegs. Dass da noch mehr drin ist, zeigt eine Umfrage, die der Snackzutaten-Lieferant Delikant auf der Internorga vorgestellt hat. Befragt wurden über 1000 Personen, die online über ihr Verhalten im Snack-Segment abgestimmt haben.

Im Gegensatz zu früheren Umfragen kristallisiere sich heraus, dass Verbraucher bei Fragen zu Snacks nicht mehr an Schoko-Riegel oder ähnlichem denken, sondern konkret an belegte Kleingebäcke oder Brote.

Vorrangige Einkaufsstätten sind

Bäckereien mit Bedienung

Dies zeige, so interpretierte Norbert Kijak von Delikant, dass der Brotsnack immer deutlicher als „Snack“ wahrgenommen werde. Er sieht darin enorme Chancen für Bäcker, wenn das Geschäftsfeld zielgruppengerecht bedient werde.

Das sei jedoch nicht immer gegeben. Zwar werden die Brotsnacks immer noch überwiegend in Bäckereien mit Bedienung (52,6%) gekauft, doch der Lebensmitteleinzelhandel (LEH: 36,5%) sei hier nah dran, noch vor den Selbstbedienungsbäckereien (18,3%).

Angebote der Bäcker

unterscheiden sich oft nicht

Dabei bemängelten rund 40 Prozent der Verbraucher, dass sich die belegten Snacks der verschiedenen Bäcker nicht unterscheiden. So spiele es letztlich keine Rolle, wo der Snack gekauft werde. Deshalb müssten sich die Snacks in Bäckereien stärker unterscheiden. Dies sei deshalb so wichtig, weil mittlerweile fast 60 Prozent der Brot-Snack-Käufe Impulskäufe seien (Grafik unten links).

Ein einfaches Standardsortiment sei hier zwar die wichtige Grundlage, doch die Nachfrage nach hochwertigen Kreationen sowie neuen und innovativen Brotsnacks steige.

Nachfrage nach

hochwertigen Snacks gestiegen

Haben 2014 noch rund 76 Prozent der Befragten das Standardsortiment als bevorzugtes Einkaufsziel angegeben, ist dieser Wert auf 71 Prozent gesunken. Gleichzeitig sind die Wünsche nach hochwertigen und innovativen Snacks um insgesamt 9 Prozent gestiegen.

Bäckern spielt diesbezüglich die Preisakzeptanz für Brotsnacks in die Karten. So sind Verbraucher bereit, für einen kalten Brotsnack am Morgen durchschnittlich 3,19 Euro auf den Tresen zu legen (Grafik unten rechts). Dieser Betrag gilt nur für den Snack, das Getränk dazu geht extra. Zur Mittagszeit würden die Befragten bis zu 3,71 Euro ausgeben, abends mit 3,55 Euro etwas weniger.

Erhebliches Potenzial

durch aktives Verkaufen

Um Kunden auf Neuheiten aufmerksam zu machen, ist deren Positionierung im Tresen ausschlaggebend. Dies gaben fast 70 Prozent der Befragten an. Durch Empfehlung des Personals werden nur knapp 30 Prozent auf Neues hingewiesen. Hier gebe es erhebliches Potenzial durch aktives Verkaufen.

Außerdem vermissen Verbraucher beim Bäcker warme Snacks mit Brot, wie die Umfrage nahelegt. Hier wären hochwertige Burger eine Alternative.

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