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Absatz der Lebensmittelhersteller sinkt

Steigende Qualitätsansprüche der Konsumenten begünstigen den Kauf höherwertiger Produkte. (Quelle: Archiv)+
Steigende Qualitätsansprüche der Konsumenten begünstigen den Kauf höherwertiger Produkte. (Quelle: Archiv)

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Ernährungsindustrie

Unter anderem setzen der stagnierende Inlandsmarkt und hohe Produktionskosten die Ernährungsindustrie unter Druck. Das Geschäftsklima ist dennoch gut.

Berlin (abz). Die erzielte im Mai 13,3 Mrd. Euro Umsatz. Das waren der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) zufolge 6,2 Prozent weniger als im Mai 2014. Dabei sanken sowohl die Absatzpreise im Inland um 2,6 Prozent und im Ausland um 2 Prozent. Die Absatzmenge ging um 3,9 Prozent zurück. Das Exportgeschäft blieb laut BVE mengenmäßig stabil, fallende Absatzpreise ließen den Auslandsumsatz jedoch im Mai um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat sinken. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 4,3 Mrd. Euro im Ausland abgesetzt. Der stagnierende Inlandsmarkt, das schwache Exportgeschäft, hohe Produktionskosten und mehr internationaler Wettbewerb setzen Erträge und Arbeitsplätze der Ernährungsindustrie erheblich unter Druck und begründen weitere Konsolidierungstendenzen am Markt, so die BVE.

Agrarrohstoffmärkte

Die für Agrarrohstoffe werden durch Angebot und Nachfrage am Weltmarkt festgelegt. Besonders die Angebotssituation hängt stark von den Ernte- und Witterungsbedingungen ab und schwankt oft. Die Preisentwicklung zog im Juni 2015 leicht an. Die Preise an den Agrarrohstoffmärkten bleiben jedoch auf hohem Niveau und fordern bei dem starken Ertragsdruck das Kostenmanagement in der Lebensmittelherstellung heraus.

Geschäftsklima

Die Unternehmen der Ernährungsindustrie waren im Juli 2015 wieder überwiegend positiv gestimmt, der ifo-Geschäftsklimaindex für die Branche stieg um 10 Punkte und übertraf damit auch das Vorjahresniveau. Besonders die Einschätzungen zu Geschäftslage, Produktionsentwicklung und Exporterwartungen blieben stabil und positiv. Hingegen blieben die Geschäftserwartungen insgesamt negativ und auch die Beurteilungen des Auftragsbestandes sowie die Erwartungen an die Verkaufspreise zeigten sich verhalten.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Die Kauflaune der deutschen Verbraucher bleibt stabil und positiv, dabei gingen die Konjunkturerwartungen und die Anschaffungsneigung zwar zurück, jedoch konnten die Einkommenserwartungen auf ein neues Höchstniveau steigen. Trotzdem bestimmen bei Lebensmitteln die stagnierende Mengennachfrage sowie das zunehmende Konsumbewusstsein das Kaufverhalten der Verbraucher. Der geringe Inflationsdruck und steigende Qualitätsansprüche begünstigen zudem auch den Kauf höherwertiger Produkte. Die Verbraucher- und Lebensmittelpreise sanken im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und 0,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich wurde ein leichter Anstieg bei den allgemeinen Lebenshaltungskosten von 0,3 Prozent verzeichnet. Die Preise für Lebensmittel steigen um 1,1 Prozent.

Ein Grund für die Schwäche der Ernährungsindustrie: Die Nachfrage sinkt.
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