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„Lutherlaib“ für alle

Wer Brote mit Luther-Bezug verkauft, muss nicht mehr fürchten, abgemahnt zu werden.   (Quelle: Archiv/Zoller)+
Wer Brote mit Luther-Bezug verkauft, muss nicht mehr fürchten, abgemahnt zu werden. (Quelle: Archiv/Zoller)

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Abmahnung

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks erwirkt die Löschung der Wortmarke, die sich Lieken im Jahr 2017 hat schützen lassen.

Berlin (abz). Mit der Löschung der „Lutherlaib“ hat das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) nun bestätigt, dass sich Namen historischer Personen nicht als Marke schützen lassen. Das berichtet der des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) in einer aktuellen Pressmeldung. Vor allem für Bäcker in Sachsen-Anhalt sei dies ein wichtiger Erfolg, die nicht nur im Lutherjahr 2017 um Abmahnungen für Brote mit dem Wortbestandteil „Luther“ fürchteten.

Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, begrüßt die Entscheidung des DPMA: „Jeder Bäcker sollte seine Brote nach Martin Luther oder einer anderen historischen Person benennen dürfen, ohne markenrechtliche Abmahnungen befürchten zu müssen.“

Christian Steiner, Referent für Wettbewerbsrecht, ergänzt: „Nach unserer Auffassung hätte die Marke ‚Lutherlaib‘ von Anfang an nicht eingetragen werden dürfen, weil ihr die sogenannte Unterscheidungskraft fehlt.“ Ob Lutherkruste, Lutherlaib oder Martinshörnchen - Bäcker in ganz Deutschland dürfen nun also wieder Brote mit Luther-Bezug verkaufen.

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