ABZ-Tipp der Woche

Zur Sicherheit auf Sauberkeit setzen


Stellen Sie sich vor, sie nehmen Platz in einem Restaurant. Der Aschenbecher vom vorigen Gast ist vielleicht noch nicht geleert. Der Salzstreuer ist verstopft und das Tischtuch hat Flecken. Dann erhält dieses Gasthaus sicher Minuspunkte von Ihnen, noch bevor die eigentliche Dienstleistung – das Servieren von Speisen und Getränken – begonnen hat. Das nachfolgende Essen kann vorzüglich sein – voll und ganz zufrieden werden Sie als Kunde wahrscheinlich nicht mehr werden.

Natürlich fühlt man sich in einem ordentlichen Geschäft wohler als in einer Abstellkammer. Das gilt besonders auch für Bäckereien. Von den ganzen hygienischen Grundbedingungen sprechen wir hier gar nicht. Wer nicht einmal die Kühltemperaturen in der Snacktheke oder das Ungeziefer im Nebenraum beachtet, bekommt ohnehin Probleme mit der Behörde. Wir reden hier von den ganzen Extraleistungen der Sauberkeit, die man dem Kunden schuldig ist. Und es genügt längst nicht, sich nur auf die vermeintliche Hauptsache, nämlich die Backwaren, zu konzentrieren.

Viele berüchtigte Kleinigkeiten können alle anderen Anstrengungen trüben: Die mit Spinnweben versehenen Außenlichter. Die grauschwarz gesengte Jalousie vor dem Geschäft. Das verklebte Schaufenster. Die Kaffeeflecken und Brösel auf dem Stehtisch. Die dreckigen Fliesen. Die verschmierte Thekenscheibe. Das Fliegengitter mit unzähligen schwarzen Insekten. Die schmutzige Schürze der Verkäuferin. Die verkrümelten Thekenbleche.

Nicht ein paar Dinge müssen in Ordnung sein. Alles muss stimmen! Gerade beim Saubermachen hat jeder seinen eigenen Blickwinkel. Jeder putzt und reinigt nach seiner ganz persönlichen Einschätzung. Was andere Leute wahnsinnig stören würde, sieht er vielleicht gar nicht.

Ziehen Sie deshalb doch immer wieder Ihnen nahe stehende Personen zu Rate. Sie sollen die Sauberkeit in Ihrem Laden begutachten. Sie können Ihnen helfen nach dem Motto: Viele Augen sehen mehr als zwei. Wahrscheinlich entdecken sie einige Details, die Sie jeden Tag übersehen haben. Wie wäre es, nach dieser Methode Ihren Auftritt vor dem Kunden ein bisschen zu verbessern!?

Weitere Informationen:

Ulrich.Stoekle@t-online.de


Artikel vom 09.02.2006
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