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Zu viele nationale Marken
EU-Kennzeichnungsbestimmungen sollen auf Prüfstand
Brüssel (age). Der Brüsseler Kommissar für Verbraucher- und Gesundheitsschutz, Markos Kyprianou, will die EU-Kennzeichnungsbestimmungen auf den Prüfstand stellen. Die Kennzeichnung von Lebensmitteln habe ein öffentliches Interesse, diene als Werbung und werde als freiwilliges Instrument eingesetzt.
Wie immer bei Verbraucherinformationen könne es aber des Guten zu viel geben, sagte Kyprianou vergangene Woche auf der Konferenz über die Perspektiven der Verbraucherpolitik in Luxemburg.
Zu viel Information sei genauso problematisch wie zu wenig. Im ständigen Bemühen um umfangreichere Angaben sei die Verbraucherseite übersehen worden. Deshalb habe die Kommission eine Arbeitsgruppe geschaffen, die untersuche, wie der Verbraucher die Angaben auf Etiketten aufnehme und verstehe.
Kritisch äußerte sich Kyprianou zur Ausbreitung der freiwilligen Kennzeichnungen in den Mitgliedstaaten. Wenn ein nationales Label in der Praxis eine Voraussetzung für den Marktzugang sei, könne dies die Entwicklung des Binnenmarkts hemmen. „Kennzeichnung ist eines der wichtigsten Instrumente zur Verbraucherinformation“, betonte Kyprianou. Daher sollte mehr unternommen werden, damit sie diese Rolle vollständig ausfülle.
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