Aktuell
Zentralverband zieht positive Bilanz
Leitbild für ein selbstbewusstes Bäckerhandwerk / Kompetenzen und Kräfte unter dem Dach der Akademie bündeln

LIM Heinrich Traublinger (MdL) stellte den Mitgliedern drei Resolutionen zur Verabschiedung vor. Fotos: Kräling
Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhardt Groebel errgänzte in seinem Bericht die Leistungsbilanz und verwies u. a. auf die Erfolge bei der betrieblichen Altervorsorge und der Werbegemeinschaft – trotz geringen Etats.
Deutliche Worte
Klare Worte fand Becker für die politischen Rahmenbedingungen, die der ZV durch seinen ständigen Kontakt zu den Entscheidungsträgern im Bundestag nachhaltig zu optimieren sucht: Bei Diskussionen um den Wegfall der degressiven Afa, Mindestlöhne oder der Energiepolitik vertitt der ZV die Interessen der Mitgliedsbetriebe.
Mit Nachdruck wies Becker die Darstellungen von Bauernpräsident Sonntleitner zurück, dass die gestiegenen Getreidepreise keine nennenswerten Auswirkungen auf die Brotpreise haben: „Von 100 Euro Umsatz gehen nur für die Getreidepreiserhöhung ca. 2,50 Euro verloren, das sind etwa ein Viertel des cash flows eines ordentlich wirtschaftenden Betriebes“, machte Becker deutlich. Es sei Aufgabe des Verbandes, den Betrieben angesichts der immensen Kostensteigerungen zu raten, Preisanpassungen in entsprechender Höhe vorzunehmen.
Bei den Leistungen des ZV spielt die Einflussnahme auf die Gesetzgebung eine zentrale Rolle, die auf der Versammlung gleich in Angriff genommen wurden:
Gleich drei Resolutionen stellte Bayerns Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger (MdL) der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vor. Zuerst die Neuausrichtung der staatlichen Förderung der Bionergie bei der keine Rohstoffe verwendet werden, die der menschlichen Ernährung dienen. Die zweite Resolution fordert den Verzicht auf die fünfte Novelle zur Verpackungsverordnung in ihrer jetzigen Fassung. Drittes Anliegen ist die Einführung einer privatwirtschaftlichen Versicherungslösung ergänzend oder an Stelle der gesetzlichen Unfallversicherung. Hintergrund ist die kürzlich beschlossene Neuordnung der Gefahrentarife in der Berufsgenossenschaft mit deutlichen Kostenbelastungen für Bäckereien.
Alle drei Resolutionen verabschiedete die Versammlung einstimmig.
Die Kräfte bündeln
Um die dringlichen Aufgaben der Zukunft zu meistern, setzt der ZV auf die Bündelung der Kräfte unter dem Dach der ADB. Becker hob die Bedeutung einer leistungsstarken Akademie hervor, die durch kompetente Beratung sowie Aus- und Weiterbildung überzeugen muss. Gegenwärtig werden weniger Meisterschüler ausgebildet, als Nachfolger für Betriebsübergaben gesucht würden, eine bedenkliche Entwicklung. „Wir werden diese wichtige Aufgabe unserer Verbände nur dann erfolgreich zum Nutzen unserer Betriebe wahrnehmen, wenn wir die Arbeit in der ADB als Gemeinschaftswerk begreifen“, appellierte Becker an die Landesinnungsmeister an einem Strang zu ziehen. – Ganz nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“.
(Weiterer Bericht folgt.)
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