Meinung
Wunsch und Wirklichkeit
Auch bei meiner Beratung erlebe ich das Phänomen, dass Auftraggeber am liebsten die kompliziertesten, hochgeistigsten Themen angehen möchten. Wenn ich sie diskret darauf hinweise, sich vorher lieber mit Grundlagen zu beschäftigen, schauen sie mich groß an und sind enttäuscht über derart Profanes. Aber in der Tat: Wer Riesen-Probleme hat, ganz normale Brötchen frisch herzustellen, der braucht sich nicht über trendige Produktvorschläge aus der Toskana für die Slow Food-Küche den Kopf zu zerbrechen. Oder wer im Stehcafé noch mit Schnellkocher, verklebter Milchflasche und Plastiklöffeln operiert, der braucht sich noch keine Gedanken über einen teuren Edelkaffee machen. Und wer Leute im Verkauf für sich arbeiten lässt, die so was von daneben bei der Bedienung von Kunden sind, auch der sollte lieber erst mal die eine oder andere Stelle neu besetzen, bevor er die ganze Mannschaft mit bunten Hütchen und teurer Berufskleidung neu ausstattet. Das Naheliegende ist oft zu primitiv, überhaupt beachtet zu werden. Aber der kluge Unternehmer ist der, der vor allem diese ganzen Banalitäten in seinem Betrieb angeht, ausmerzt und optimiert.
Informationen:
Telefon 0160 99111287
www.baeckerei-beratungen.de
Weitere Nachrichten aus Fokus vom 28.07.2010:
Kekse und Co. „schrumpfen“
Bibelbrotspende für Haiti
Erst Mühle mit CO²-neutraler Produktion
Aldis Armada Kommentar
Theorie und Praxis besser verbinden
Meinung
Wird der Berliner Smiley zum Vorbild?
Angst vor der Katze im Sack
„Elena“ entpuppt sich als Bürokratiemonster
Jeden Tag ein Bäcker weniger


RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"