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Wird der Berliner Smiley zum Vorbild?

Verbraucherverbände propagieren bundesweite Smiley-Kennzeichnung


Berlin (age). Die Befürworter eines Hygiene-Smileys oder gar einer Negativliste für Betriebe mit Hygienemängeln machen einen weiteren Vorstoß.

Denn der Pankower Smiley soll nach Willen der Verbraucherverbände in allen Berliner Bezirken angewendet werden. Die derartige Kennzeichnung einer überdurchschnittlichen Qualität bei der amtlichen Lebensmittelkontrolle in Betrieben und gastronomischen Einrichtungen nach dänischem Vorbild habe seit März 2009 verbraucherpolitische Prioritäten gesetzt, erklärten die Berliner Verbraucherzentrale und die Verbraucher-Initiative auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Beide Verbände plädierten dafür, diesen Weg konsequent zu Ende zu gehen und Berlin damit zu einem Vorreiter in Sachen Lebensmittelsicherheit und Transparenz zu machen. Von der erfolgreichen Einführung eines Verbraucherinformationsmodells in der Hauptstadt verspricht sich der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Berlin, Dr. Peter Lischke, einen erheblichen Vertrauensaufschwung.

Schon jetzt könne Berlin in der Debatte um die Novellierung des Verbraucherinformationsgesetzes die Erfahrung einbringen, dass die aktive und zeitnahe Information der Öffentlichkeit machbar und gewinnbringend sei, unterstrich Lischke. Auch Laura Gross, Leiterin der örtlichen Verbraucherinitiative ein einheitliches Verfahren zur Information der Verbraucher anmahnt, wie die Berliner Morgenpost berichtet. „Die hygienischen Zustände in den Pankower Lebensmittelbetreiben haben sich seit Einführung der Negativliste verbessert“, so Gross. Derartige Erfahren können dazu führen, dass das Pankower Modell Schule macht, befürchtet auch das Bäckerhandwerk.

Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, konnte diesbezüglich Entwarnung geben: Zu einem bundesweit einheitlichen Smiley-System werde es nicht kommen. Der Zentralverband verwahre sich vehement gegen ein System, bei dem Betriebe Gefahr laufen, angeprangert zu werden.


Artikel vom 28.07.2010
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