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Wetter bestimmt Umsatz
Frisch-Eis hält 16 Prozent am Gesamtmarkt
Stuttgart (hk). Für die handwerklichen Speiseeishersteller und Eis-Cafés entscheidet sich in diesen Wochen, ob das Jahr 2009 ein Erfolg wird oder nicht. Das Institut der deutschen Wirtschaft erklärt, für Eisdielen und auch industrielle Eishersteller sei der Blick auf die Wetterkarte relevant: ein verregneter Sommer verhagele ihnen das Geschäft.
Das erfolgreichste „Eisjahr“ war 2003, als der Supersommer den Eiskonsum der Deutschen auf 8,7 Liter pro Kopf hochtrieb. Kühles und regnerisches Wetter im vergangenen Jahr ließ den Eisverbrauch hingegen um rund 5 Prozent gegenüber dem Jahr davor auf 7,8 Liter Speiseeis je Einwohner absacken.
Die Deutschen sind durchaus keine Eismuffel, denn im europäischen Vergleich liegen sie mit ihrem Konsum im Mittelfeld. An der Spitze rangieren aber nicht etwa die Mittelmeeranrainer mit ihren langen und heißen Sommern, sondern die Leckermäuler im hohen Norden. So schleckte 2008 jeder Norweger 14 Liter Eis. Die Finnen folgten mit 11,6 Litern vor den Schweden mit 11,1 Litern .
Dass die Italiener mit nur 5,7Litern als Verächter des kühlen Genusses erscheinen, liegt aber daran, dass in der internationalen Statistik nur der Verbrauch industriell gefertigten Speiseeises verglichen wird. Angesichts der Künste der italienischen Gelatieri dürfte, so das Institut, bei unseren südlichen Nachbarn der Schwerpunkt des Konsums jedoch kaum in diesem Segment liegen. In Deutschland betrug im vergangenen Jahr der Pro-Kopf-Absatz von industriell erzeugtem Markeneis 6,3 Liter. Etwa 16 Prozent des deutschen Speiseeises werden von Eisdielen und Co. bereitet. Mit nur 3Prozent spielt der Softeismarkt kaum eine Rolle.
Die Eisdielen sind auch hierzulande so bedeutend, dass sie mit „Uniteis“ einen eigenen Verband mit 1300 Mitgliedern haben.
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