Nachrichten
Wert der Vollversorgung unbekannt
Studie der Uni Wien: Kosten der Überproduktion ist Verbrauchern nicht bewusst
Wien (kke). Jeder Österreicher verzehrt täglich durchschnittlich 119 g Brot und Gebäck. Doch bis zu 20 Prozent der in der Alpenrepublik produzierten Backwaren landen letztlich im Müll. Das bedeutet, dass in Österreich pro Jahr pro Kopf allein bei Brot bis zu 40 Kilo weggeworfen werden – das sind Lebensmittel im Wert von zirka 500 Euro pro Person/Jahr. Dazu zählt nicht nur, was zuhause im Müll landet, sondern auch, was Einzelhandel und Gasthäuser entsorgen.
Damit diese Lebensmittelvernichtung funktioniert, haben die Handelsketten mit den Bäckern Kommissionsvereinbarungen geschlossen – alles, was nicht verkauft wird, müsse zurückgenommen werden. Ein Teil des Altbrots findet in der Futtermittelproduktion Verwendung, der größte Teil aber landet zur Vergärung in Biogasanlagen. Die Wissenschaftler der Wiener Universität schätzen die Kosten, die durch die Entsorgung von jährlich etwa 70.000 t anfallen, auf etwa 7 Mio. Euro.
Sie folgern, dass es den Konsumenten offensichtlich nicht bewusst sei, dass die Überproduktion von Brot und dessen Entsorgung einen nicht unwesentlichen Anteil des Brotpreises ausmacht – was vor dem Hintergrund der Getreideproduktion für Biosprit und der steigenden Preise aktueller sei denn je.
Weitere Nachrichten aus Fokus vom 28.05.2008:
Außendienst verstärkt
Neuer Mitarbeiter im Vertrieb
Heiße Eisen unterwegs
Hohes Expansionstempo
Weiter auf Wachstumskurs
In ihren Ämtern bestätigt
Umbau des Sozialstaates vorantreiben
Zuwächse erwartet
Nudeln stehen hoch im Kurs
Food-Handwerk trifft auf Food-Service

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"