Trends & Märkte

Werbewirtschaft wehrt sich

Lebensmittelkennzeichnung ausreichend


Köln/Bonn (age). Die Kennzeichnung von Lebensmitteln wird weiterhin lebhaft diskutiert. Das ist vergangene Woche bei einem Forum des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) zur Problematik von Werbeverboten am Rande der Allgemeinen Nahrungsmittel- und Genussmittel-Ausstellung (Anuga) in Köln deutlich geworden. Einig waren sich die Podiumsteilnehmer laut BLL-Angaben in ihren Forderungen nach „Lifestyle Education“. Bürger und vor allem auch Kinder bräuchten mehr Lebenskompetenz. Hier müssten die Familien gestärkt und entsprechende Schulfächer eingerichtet werden – auch zum Thema Werbung. Heidrun Franke von der Verbraucherzentrale Brandenburg erklärte, Werbung mache Spaß, sie dürfe aber keine falschen Hoffnungen wecken. Gegen Beschränkungen sprach sich dagegen der Europa-Abgeordnete Holger Krahmer aus und appellierte an den mündigen, selbst verantwortlichen Bürger. Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), Dr.Gerhard Wronka, hielt die derzeitigen Regelungen für ausreichend. Weitere Reglementierungen führten allenfalls zu Scheinlösungen.



Artikel vom 21.10.2005
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