Meinung
Wer zahlt das Gehalt?
Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn der Begriff „Arbeitgeber“ fällt? Nun, vielleicht geht es Ihnen da ja ähnlich wie mir: Wenig bis gar nichts geht einem dabei durch den Kopf! Was soll der emotional auslösen? Beim genaueren Hinsehen kommt man vielleicht aber zu einem ganz anderen Schluss: Arbeitgeber ist wörtlich jemand, der Arbeit „gibt“! Fragen wir dazu einmal jemand, der gerade keine Arbeit hat – wie dankbar wäre der, wenn endlich ein gütiger Geber um die Ecke kommen würde?
Doch wie wird mit solch wertvollen Arbeit-Gebern in Wirklichkeit umgegangen? Achtung, es hat geklingelt, jetzt nähert sich wirklich ein Arbeit-Geber: ein Kunde! Na klar, jeder Kunde, der unsere Bäckerei betritt, ist ein solch wertvoller Arbeit-Geber oder nicht? Wenn es den nicht gäbe, dann gäbe es hier im Geschäft nichts zu arbeiten. Und wenn hier nichts zu arbeiten wäre, würde man für's Nichtstun bestimmt nicht länger bezahlt werden. Und wie wird dieser Geber dafür in Wahrheit behandelt? Wird ihm wirklich aus lauter Dankbarkeit beinahe um den Hals gefallen? Mitnichten! Im wahren Leben lässt man den Arbeit-Geber Kunde erst einmal ein wenig warten. Dann schnauzt man ihn von der Seite an, warum er hier stört. Und dann verpackt man ihm ziemlich müde sein gewünschtes Brot und kassiert ab. Nicht einmal dann, wenn er seinen Geldbeutel aufmacht, um den Verkäufern letztlich das Gehalt da zu lassen, erhält er echte Anerkennung. Im Gegenteil: Man reagiert genervt, weil er den Betrag nicht passend zur Hand hat. Ziemlich erstaunlich, was so ein segensreicher Arbeit-Geber so alles ertragen muss. Und wie groß ist dann das Gejammer von ehemaligem Personal, das wegen Arbeit-Geber-Schwund neuerdings auf der Straße sitzt!
Informationen:
Tel. 07143 961411
www.us-beratung.de
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