Meinung
Wach und aktiv bleiben
In der Tat: Es gibt Betriebe, denen schon vor zehn Jahren nachgesagt wurde, dass sie am Rand der Pleite stehen und – es gibt sie noch heute. Dieses Geldfluss-Privileg birgt aber auf der anderen Seite immer auch die Gefahr, als Bäcker seine Probleme nicht unumgänglich lösen zu müssen. Man kann es sich bequem machen: Auch mit lethargischem Weitermachen wie bisher kann man sich in unserer Zunft noch eine ganze Weile lang weiter über Wasser halten und durchmogeln. In der Endphase erleben wir dann eine echte Schockstarre. Besuche bei Bäckereien in diesem „Hospiz-Zustand“ zeigen das Resultat von jahrelang konsequentem Nichts-Verändern: Von den sechs Filialen müssten eigentlich die zwei höchst verlusterzeugenden sofort dicht gemacht werden. Auch im Personalbereich ist Gesundschrumpfen unumgänglich. Die Produkte wirken wie vor dem Krieg. Und der Inhaber sitzt verbittert im Sessel, weil seine Nachkommen, die er jahrelang als Patriarch gegängelt hat, ihm jetzt auch nicht mehr weiterhelfen. Vielleicht ein guter Vorsatz fürs Neue Jahr: Bleiben Sie trotz täglicher Einnahmen wach und aktiv, bevor der letzte Zug ohne Sie abgefahren ist!
Informationen:
Telefon 0160 99111287
www.us-beratung.de
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