Wirtschafts- & Firmeninfos
Vertrieb in eigener Regie
Ruppiner Feingebäck will Biokekse selbst vermarkten
Neuruppin (kke). Die Ruppiner Feingebäck GmbH hat im Januar Insolvenz angemeldet. Wie die „Märkische Allgemeine“ meldet, werden derzeit die Anlagen in der Keksfabrik im Gewerbegebiet Treskow repariert. Die Backöfen laufen nur noch an zwei bis drei Tagen pro Woche. Zwei Tonnen Gebäck könnte die Neuruppiner Keksfabrik am Tag herstellen.
Wie Wolfgang Förstel von der Neuruppiner Forac GmbH der Zeitung bestätigte, soll der Betrieb schon bald weitergehen. Dann allerdings unter Leitung der Forac GmbH, die bereits seit einiger Zeit mit der Feingebäck GmbH zusammenarbeitet. Laut Detlef Illner, Geschäftsführer der Ruppiner Feingebäck GmbH, wäre das Ende der Gesellschaft schon länger abzusehen gewesen. Dem Unternehmen habe die EU-Osterweiterung zu schaffen gemacht. In Polen werden Kekse viel billiger hergestellt und für die Supermärkte zähle nur der Preis.
Um aus diesem Druck herauszukommen, hatte die Keksfabrik vor zwei Jahren begonnen, Biogebäck herzustellen. Die Marke „Terra Aurum“ trägt das Biosiegel und ist bei den Kunden sehr beliebt. Allerdings wurde das Gebäck bislang nur über den Bio-Großhandel vermarktet. Nun will der Hersteller den Verkauf ohne Großhandel selbst in die Hand nehmen.
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