Bio wird noch weiter wachsen / Umsatzpotenziale gerade im Süden / Hohe Akzeptanz beim Kunden

Verbrauchertrend Bio: Zukunftsmarkt


Die Verbraucher geben immer mehr Geld für Bio-Produkte aus. Die zweitgrößte Produktgruppe im Biosegment ist inzwischen nach Angaben der ZMP (Zentrale Markt- und Preisberichtstelle) auf Basis des Gfk (Gesellschaft für Konsumforschung) Haushaltspanels Brot. Das Umsatzvolumen ist im Vergleich der Jahre 2004 zu 2005 von 160,1 Mio. Euro auf 169,2 Mio. Euro gestiegen, was einer Wachstumsrate von 6 Prozent entspricht. Vergleicht man das mit den aktuellen Zahlen der Gfk zum Gesamtmarkt Brot, so wird die Sonderstellung der Bio-Brote deutlich. Bei den Gesamtmarktzahlen ist ein Rückgang des Brotabsatzes in Bäckereien von 1,6 Prozent feststellbar. Der konventionelle Markt ist schwierig, mit abnehmenden Marktanteilen für die handwerklichen Backbetriebe. Bei Bio sieht das anders aus!

Ertag steigern

Der Marktanteil von Bio-Brot am Gesamtbrotmarkt ist zwar noch relativ klein, dennoch sehr lukrativ. Von der Menge her machen Bio-Brote gerade einmal 3,4 Prozent des Marktvolumen aus. Betrachtet man aber die Aufwendungen der Verbraucher, so ist Bio mit 5,6 Prozent der Ausgaben für Brot vertreten. Der höhere Ausgabenanteil bedeutet nichts anderes, als dass die Preise für Bio-Brot höher liegen als die für konventionelle Backwaren. Das muss auch so sein, denn schließlich sind die Rohstoffe teurer und die Aufarbeitung anspruchsvoller.

Betrachtet man den Preisaufschlag einmal relativiert, wie es die Marktforscher der Gfk getan haben, so errechnet sich ein Preisaufschlag gegenüber konventionellen Backwaren im Durchschnitt von 165 Prozent. Soviel teurer sind die Rohstoffe und die Herstellung bei weitem nicht! Bei Bio-Backwaren befreit sich der Betrieb somit aus dem Schraubstock der Preissensibilität für konventionelle Backprodukte.

Spielräume nutzen

Auf der Kostenseite steigen die Aufwendungen für Personal, Energie und Logistik immer weiter. Der Spielraum für Preiserhöhungen ist, wenn überhaupt vorhanden, nur sehr schmal.

Standardprodukte, deren Preise der Kunde im Kopf hat, sind momentan kaum im Preis zu steigeern, denn der Betrieb steckt in der Falle der Vergleichbarkeit mit seinem Wettbewerb. Zudem ist die noch wachsende Konkurrenz auf Anbieterseite mit Dumpingangeboten am Start. Discounter, Backdiscounter und Instoorbackstuben des Handels locken mit Billigangeboten.

Der handwerkliche Backbetrieb hat also nur eine Chance seinen Ertrag durch Individualität zu steigern. Das Angebot von Biobackwaren ist ein Weg, seine Proudkte aus der Vergleichbarkeit herauszuführen und den Kunden durch den Zusatznutzen und das gute Image von Bio-Produkten vom Mehrwert der Produkte zu überzeugen.

Es wird Zeit

Der Bio-Trend ist inzwischen flächendeckend auch vom Handel erkannt worden. Nahezu alle Discounter bieten inzwischen auch Bio-Produkte vor allem in den Segmenten Käse/Milch und Gemüse an.

Bei Bio-Backwaren ist das Angebot noch bescheiden, die Frage lautet aber: Wie lange noch?

Wer sich als Betrieb jetzt Marktanteile sichert und zwar nicht nur mit dem Aufdruck Bio, sondern auch durch gute Qualität der Produkte, der kann sich in diesem Markt etablieren und behaupten. Die Aussage eines handwerklichen Backbetriebes zumindest einen Teil seiner Backwaren als Bio-Proudkte herzustellen ist allemal glaubwürdiger als das irgend ein Bio-Zeichen über dem Brotregal des Discounters. Während der Bio-Markt insgesamt um rund 16 % im Vergleich zwischen 2004 und 2005 zugenommen hat, schaffte es der Discount vor allem durch den Einstieg in den lukrativen Obst- und Gemüsemarkt seine Umsatzanteile um sensationelle 64 Prozent zu erhöhen. Bei Brot ist das noch nicht so. Hier ist das Angebot eher noch bescheiden.

Wer dieses Segment also als erstes besetzt, der hat klar die Trümpfe in der Hand.

Deutlich mehr Bio im Süden

Die Akzeptanz von Bio-Produkten und auch Bio-Backwaren ist im Süden der Republik deutlich überproportional ausgeprägt. Während der Bevölkerungsanteil der Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern zusammengenommen rund 27 Prozent beträgt, liegt der Ausgabenanteil für Bio-Produkte bei 38 Prozent.

Beschaffungsproblem

Die Bio-Markt ist in gewisser Weise begrenzt, begrenzt durch die zur Verfügung stehende Rohstoffmenge. Hier zeichnet sich ein Problem ab, dass man als einzelner Bäcker nur schwer lösen kann. Während die Anbaufläche für Bio-Rohstoffe in Deutschland um knapp drei Prozent im letzten Jahr gewachsen ist, so ist die Nachfrage nach Produkten um 16 Prozent gestiegen. Es deutet sich eine Rohstoffknappheit für Bio-Rohstoffe an. Auch vor diesem Hintergrund ist es mehr als sinnvoll die Problematik der Rohstoffbeschaffung nicht selber in die Hand zu nehmen, sondern sich auf einem erfahrenen Partner wie die BÄKO zu verlassen.

Zudem wird das Rohstoffangebot in Zeiten der Globalisierung auch im Bio-Bereich immer stärker vom Angebot auf den Weltmärkten beeinflusst. Hier hat man als einzelner Betrieb kaum Chancen als Einkäufer aufzutauchen. Die BÄKO hat langjährige Erfahrung auf diesen Märkten und ist somit idealer Partner.


Artikel vom 24.05.2006
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