Aktuell
Verbrauchern oft unklar
Kennzeichnung wird vielfach nicht verstanden
Frankfurt (ke). Der deutsche Verbraucher nutzt die Kennzeichnung auf Lebensmitteln vor allem, um sich über deren Nährwert zu informieren. Angaben über Konservierungs-, Farbstoffe oder Aromen interessieren offenbar weniger. Das geht aus einer Untersuchung de Marktforschungsinstituts ACNielsen hervor. Die Studie wird zweimal jährlich weltweit in 38 Industrienationen bei rd. 21.100 Verbrauchern durchgeführt. Sie will ermitteln, wie die Verbraucher die Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen verstehen und worauf sie beim Kauf von Lebensmitteln achten.
Die aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Kaufentscheidungen eher zu einem geringen Teil aufgrund der Nährwertangaben getroffen werden, die die Verbraucher auf den Verpackungen vorfinden. Weltweit weitaus wichtiger für die Entscheidung, ein Lebensmittel zu kaufen, seien soziale und kulturelle Aspekte. Und bei weitem nicht alle Nährwertangaben auf den Etiketten werden tatsächlich verstanden.
Am besten wollen sich die Nordamerikaner auskennen, hier schätzen 65 Prozent, dass sie die Informationen „ziemlich gut“ verstehen. In Südamerika glaubt das noch gut die Hälfte, in Europa sind es noch rund 43 und in Asien nur noch 34 Prozent. Die Deutschen liegen bei 42 Prozent, allerdings gibt hier auch jeder 13. Konsument zu, die Nährwertangaben überhaupt nicht zu verstehen. Den genauen Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren kennen in Deutschland laut eigenen Angaben immerhin 51 Prozent. Jeder 5. deutsche Verbraucher achtet aber auf den Kohlenhydrat-Anteil in der Nahrung. 29 Prozent tun dies nie.
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