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Unterdurchschnittlicher Krankenstand
Allerdings häufen sich Langzeiterkrankungen im Bäckerhandwerk überdurchschnittlich / IKK-Gesundheitsbericht
Stuttgart (ms). Über Gesundheit freut sich nicht nur der Einzelne, sie ist auch für die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit in Unternehmen und Innungen unerlässlich. Unter dem Motto „Gesunde Mitarbeiter in einem gesunden Betrieb“ bietet die IKKimpuls-Werkstatt für IKK-Betriebe und Innungen kostenlos ein umfangreiches Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung an.
In einem Gesundheitsbericht zeigt die IKK einen Vergleich aller IKK-Versicherten mit dem Bäckerhandwerk hinsichtlich Fehltage und Krankheitsarten auf. Als Grundlage dienen die Zahlen des Jahres 2007 der IKK Baden-Württemberg und Hessen, die die gesamtdeutsche Lage laut IKK jedoch gut widerspiegeln sollen.
13.190 Beschäftigte zählt das Bäckerhandwerk im untersuchten Zeitraum. Die Frauenquote liegt mit 37,7 Prozent um 2,2 Prozent höher als die der IKK-Versicherten im Gesamthandwerk. Unter den beschäftigten Berufsgruppen stellen die Meister mit 2,9 Prozent (Vergleichsgruppe 2,5 Prozent) und Azubis mit 8,1 Prozent (Vergleichsgruppe acht Prozent) die kleinsten Gruppen dar. Im Bäckerhandwerk sind sowohl die Altersgruppen der unter 20-Jährigen (6,3 %) als auch die der über 59-Jährigen (4,5 %) überdurchschnittlich besetzt im Vergleich zum Gesamthandwerk (5,1 % und 3,3 %).
Wenig Krankheitsfälle
Der Krankenstand aller bei der IKK Baden-Württemberg und Hessen Versicherten betrug im Jahr 2007 4,2 Prozent. Das Bäckerhandwerk hingegen beeindruckt mit einer Prozentzahl von 3,6. Die Krankheitsfälle pro Beschäftigter liegen mit 0,9 unter dem Vergleichswert des Gesamthandwerks (1,3 Fälle).
Die Falldauer im Bäckerhandwerk ist mit 14,6 Tagen jedoch überdurchschnittlich (Vergleichswert 11,6 Tage). Auch der Anteil an Langzeiterkrankungen (länger als sechs Wochen) liegt mit 44,1 Prozent deutlich über dem Vergleichswert der IKK-Gesamtversicherten (42,8 %).
Fazit: Im Bäckerhandwerk kommt es zwar seltener zu Krankheitsfällen, die im Durchschnitt jedoch länger andauern.
Setzt man die einzelnen Altersgruppen und Fehltage zueinander ins Verhältnis, zeigt sich, dass jüngere Arbeitnehmer häufiger, dafür aber kürzer krank sind. Ältere Arbeitnehmer erkranken dagegen seltener, dafür aber schwerwiegender und fallen über eine längere Zeit aus.
Krankheitsursachen bei Bäckern
Die meisten krankheitsbedingten Fehlzeiten wurden im Bäckerhandwerk durch Muskel- und Skeletterkrankungen wie Arthrosen verursacht (23,8 %), es folgen Verletzungen und Vergiftungen (13,6 %) und Krankheiten der Atemorgane wie Grippe, Bronchitis oder Lungenentzündung (12,4 %).
Die Unfallquote der IKK-Versicherten im Bäckerhandwerk liegt mit 13,7 Prozent deutlich unter dem Wert der Vergleichsgruppe mit 18,4 Prozent. Mit steigendem Alter nimmt der Anteil an Skelett- und Muskulaturerkrankungen zu (vor allem ab 40), die Verletzungshäufigkeit aber sinkt.
Vergleich: Arbeitsunfähigkeit (AU) im HandwerkFür das Jahr 2007Bäcker-Handwerk
BW-HEIKK BW-HEKrankenstand3,6 %4,2 %AU-Fälle je 100 Versicherte/Jahr94,2130,6Falldauer14,6 Tage11,6 TageAU-Tage je 100 Versicherte/Jahr1.379,1 Tage1.517,4 TageBeschäftige mit mind. einem Krankheitsfall48,3 %57,9 %
IKKimpuls-Gesundheitsbericht 2008 für das Bäckerhandwerk

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