Trends & Märkte
Unter dem Durchschnitt
Ausländerhaushalte haben meist schmalere Budgets
Köln (hk). Die Millionen ausländischen Haushalte in Deutschland müssen sich durchschnittlich mit weniger Einkommen begnügen als deutsche Haushalte. Die Zuwanderer arbeiten nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft häufiger in schlechter bezahlten Jobs als die deutschen Mitbürger. Ein Grund dafür ist, dass sie weniger gut ausgebildet sind.
Mit monatlich bis zu 900 Euro mussten im Jahr 2003 rund 14 Prozent der deutschen Haushalte auskommen. Bei den hier lebenden Ausländern traf dies auf jeden fünften Haushalt zu. Über 3200 bis 4500 Euro im Monat verfügten hingegen nur 6 Prozent der ausländischen Haushalte, aber jeder zehnte deutsche. Deutsche Arbeitnehmer verdienten im Jahr 2003 monatlich gut 2500 Euro brutto, Zuwanderer aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien etwa 1900 Euro. Das Geld fehlt dann auch beim Einkauf in Bäckerei, Konditorei und Café.
Dass die Einkommen der Menschen mit nicht deutscher Herkunft deutlich niedriger sind, liegt vor allem an der geringeren Qualifikation der ausländischen Arbeitnehmer. Viele haben keine abgeschlossene Berufsausbildung und arbeiten als An- und Ungelernte. Fast jeder zweite türkische und immerhin 40 Prozent der Zuwanderer aus dem früheren Jugoslawien sind in wenig qualifizierten Jobs tätig, aber nur 12 Prozent der deutschen Beschäftigten. Allerdings verdienen ausländische An- und Ungelernte besser als ihre deutschen Kollegen, weil sie wesentlich mehr Schichtdienst leisten und seltener Teilzeitjobs ausüben.
Überdurchschnittlich oft sind Ausländer in flexiblen Beschäftigungsverhältnissen zu finden: Sie haben weitaus häufiger befristete Jobs, als es ihrem Anteil an den Erwerbstätigen entspricht. Teilzeit sowie Nacht- und Schichtarbeit leisten Ausländer insgesamt ebenfalls öfter als Deutsche.
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