Trends & Märkte

Umweltschutz im Blick

Plastiktüten sind nun in San Francisco verboten


Passau (ke). Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Worldwatch werden jedes Jahr weltweit 500 Mrd. Plastiktüten benutzt. Als erste Großstadt der Welt hatte San Francisco im März die Einkaufstaschen aus Polyethylen in Supermärkten und größeren Geschäften verboten. Weiterhin zugelassen sind Plastiktüten aus einem leicht kompostierbaren Material und natürlich Einkaufsbeutel aus Papier und Stoff.

Polyethylen-Tüten sind deshalb so verbreitet, weil sie sich kostengünstig produzieren und so einfach handhaben lassen. Allein in San Francisco wurden pro Jahr 181 Mio. Stück ausgegeben. Bis vor kurzem kostete die biologisch abbaubare Variante mindestens drei Mal so viel und war deutlich weniger haltbar, und sie beinhalten zumindest zum Teil weiterhin Stoffe, die auf Erdöl basieren. Auch wenn die Chemische Industrie mittlerweile gute Ersatzkunststoffe produziert, hat nun auch die britische Stadt Modbury in der südenglischen Grafschaft Devon die Plastiktüten in den Geschäften verboten. Hier gibt es für die Kunden nur noch Papier- oder Stofftüten.

Auch hierzulande werden immer häufiger Papiertragetüten angeboten – und das nicht nur in Bioläden. Bäcker haben schon immer gewusst, warum sie ihre Produkte lieber in Papier denn in Plastik verkaufen. Brötchen und Brote bleiben in einer luftigen Verpackung wie Netze oder Papiertüten einfach knuspriger, werden in einem luftdichten Behältnis hingegen rasch weich und gummiartig.


Artikel vom 18.05.2007
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