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Umweltbelastung durch Brotbacken
Energie- und Klimagasbilanzen regional und überregional erzeugter Lebensmittel im Vergleich: Großöfen weisen bessere Energiebilanz auf

Energieverbrauch und Klimagasemissionen bei der Herstellung unterschiedlicher Produkte stellte das Heidelberger Institut auf den Prüfstand.
Eins vorweg: Den größten Einfluss hat jedoch der Verbraucher durch sein Konsum- und Einkaufverhalten: Fährt er mit dem Auto lange Wege zur Einkaufsstätte, macht er eventuelle Vorteile regionaler Produktion schnell wieder zu nichte.
Die für das Brot errechneten Umweltbelastungen resultieren aus der landwirtschaftlichen Produktion des Getreides mit Flächenverbrauch und Düngereinsatz, dem Energieeinsatz zum Mahlen und Backen, den Transporten und vielem mehr.
Energieverbrauch bei Brot
Um die verschiedenen Möglichkeiten der Brotproduktion umfassend zu analysieren, wurden in einer Ökobilanz-Studie verschiedene Varianten betrachtet: Brote aus der Fabrik mit dem Brot aus Handwerksbäckereien und dem zu Hause hergestellten Brot wurden verglichen.
Auch wenn sich ein „ökologischstes Brot“ aufgrund der vielen Details nicht ermitteln ließ, ist es doch entscheidend, ob das Getreide aus ökologischem oder konventionellem Anbau stammt und vor allem wo das Brot gebacken wird.
Hier kommt das Heidelberger Institut zu dem eigentlich nicht überraschenden Ergebnis, dass industriell in Großbäckereien produzierte Ware – zumindest wenn es um die Ökobilanz geht – selbst bei langen Transportwegen besser abschneidet als Brot aus der kleinen Bäckerei an der Ecke. Grund: Die großen Backstraßen mit hohem Ausstoß arbeiten viel energieeffizienter als die Backöfen in kleinen Bäckereien. Industriell hergestelltes Brot benötigt folglich weniger Energie, als Brot aus kleinen Bäckereien. In einem durchschnittlichen Brotlaib aus der Handwerksbäckerei stecken beispielsweise etwas über 1,5 Kilowattstunden Energierohstoffe. Der Backprozess in den Brotfabriken schluckt rund 50 Prozent weniger Strom und Gas. Und die oft längeren Transportwege bis in den Laden fallen nicht so sehr ins Gewicht, als dass sie die Bilanz ins Gegenteil drehen könnten. Bei gleicher Produktion ist Öko-Brot allerdings „energetisch“ günstiger als konventionelles. Am schlechtesten schneidet das selbstgebackene Brot ab. Zuhause wird mit Strom ein Mehrfaches an Energie benötigt als beim Handwerksbäcker oder der Brotfabrik. Für die Backshops liegen bislang keine Ergebnisse vor. Die Experten gehen aber davon aus, dass Backshop- bzw. Tankstellen-Brote, die vor Ort aufgebacken werden, wegen der zuvor notwendigen Frostung und der Einhaltung der Tiefkühlkette bis zum Aufbacken zumindest gegenüber dem Fabrikbrot schlechter abschneiden.
Trotzdem empfehlen die Umweltforscher nicht, sich zu kasteien und deswegen auf besonders schmackhaftes Brot vom Handwerksbäcker zu verzichten. Die Produktvielfalt lohnt eben den Besuch.
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