Wirtschaft

Umsatzerwartungen pessimistischer

Einzelhandel rechnet gegenüber dem Vorjahr mit Rückgängen


Köln (p). Im November verzeichnete der BBE-Einzelhandelsindex im Vergleich zu den Vormonaten wieder pessimistischere Einschätzungen. Während im Oktober der Einzelhandelsindex auf Septemberniveau verharrte, sinkt der Index nun mit 88,9 wieder auf ein Level unter 90 Punkte – dies war zuletzt im Juli der Fall. Während der Index in den alten Bundesländern um 6,3 Punkte auf einen Wert von 90,1 nachgibt, erholt sich dieser in den neuen Ländern etwas und steigt um 4,5 Punkte auf einen Wert von 85,1. Damit schließt sich die Schere zwar wieder etwas, die Grundstimmung in den neuen Ländern liegt aber nach wie vor deutlich unter der im Westen. Auch wenn die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal einen Zuwachs verzeichnen kann, kommt dies im Stimmungsbild der Einzelhändler (noch) nicht an.

Allerdings verzeichnen auch 41Prozent der Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat Umsatzrückgänge – und vor einem Jahr schlug bereits die Wirtschaftkrise voll durch. Andererseits können auch 34Prozent der Befragten auf einen gestiegenen Umsatz zurückblicken.

Bei den Zukunftserwartungen liegen die Einzelhändler in den neuen Bundesländern jedoch deutlich unter den Einschätzungen der Kollegen in den alten Ländern. 39Prozent erwarten niedrigere oder viel niedrigere Umsätze in den nächsten 6 Monaten, in den alten Bundesländern hegen nur 29Prozent diese Befürchtung. Im Osten jedoch fällt mit 20Prozent der Befragten der Anteil der Optimisten, die einen höheren oder sogar viel höheren Umsatz erwarten, jedoch auch höher aus als im Westen. Dort erwarten 17Prozent positive Entwicklungsraten. Ähnlich sind die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung des Gewinns. Die Hälfte der Befragten im Osten befürchtet einen Gewinnrückgang, im Westen sind dies mit 44Prozent etwas weniger


Artikel vom 09.12.2009
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