Wirtschafts- & Firmeninfos
Umbau soll Schub bringen
Brandl-Semmel bekommt eigene Schaubäckerei
Linz (rgb). Ende August soll in der Linzer Traditionsbäckerei Brandl eine Schau-Bäckerei eröffnet werden. 450.000 Euro wird dann Franz Brandl für die Schaubäckerei, eine neues Cafe mit offenem Kamin und einem renovierten Geschäft investiert haben. Zusammen mit seiner Frau Maria führt Franz Brandl die 1891 gegründete Bäckerei in der vierten Generation. Dabei wird noch viel Wert auf Handarbeit gelegt, was man auch in der Schaubäckerei verdeutlichen will. Nicht nur, dass auf Ascorbinsäure oder Emulgatoren vollständig verzichtet wird, sondern auch dem Teig lässt man Zeit zum Gehen. Zwei Stunden Teigruhe gibt man dem Brötchenteig, sechs Stunden Teigruhe gewährt man gar dem Brioche-Zopf namens „Prager“. Gebacken wird traditionell mit Ober- und Unterhitze, statt im heißen Luftwirbel. Trotzdem werden recht bedeutende Mengen von den zehn Mitarbeitern in der Backstube produziert: 8000 Stück Gebäck verlassen täglich die Backstube, insgesamt werden 50 Produkte vom saisonalen Bärlauchweckerl über das Mohnflesserl bis zur Mehlspeise produziert. Zehn Mitarbeiterinnen sorgen für den Verkauf im Hauptgeschäft und in einer Filiale. 1,9 Millionen Euro Umsatz hat Brandl 2005 erwirtschaftet (plus 5,9 Prozent). 2007 soll es ein Zehntel mehr sein. Der Umbau soll einen Schub bringen.
„Erfolg kann man nicht pachten“, sagt Franz Brandl. Er will „einfach der Beste“ sein, dies mit regionalen Zutaten und damit regionaler Wertschöpfung. Expansion ist für ihn kein Thema, so wie er auch Franchise ablehnt. Nur wer klein bleibe, könne auch die Qualität halten, ist sein Credo.
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