Tagungen_Messen

Top-Event der Backbranche

Spitzenvertreter von LEH, Bäckerhandwerk und Food-Service referieren am 02./03. Dezember über Märkte, Zukunft- und Wachstumsstrategien


Stuttgart (wkr). Der deutsche Backwarenmarkt ist in den letzten Jahren massiv in Bewegung geraten. Tradierte Branchengrenzen zwischen Handwerk, Industrie und Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Food-Service-Anbietern lösen sich zunehmend auf. In der Schnittmenge der Märkte treffen ungleiche Partner mit differenzierten, aber auch sehr ähnlichen Konzepten aufeinander:

Hart umkämpft

Branchenprimus Mc Donalds startet mit seinem Coffee-Shop Konzept Mc Café durch, Bäcker üben sich in Drive-in-Konzepten und der LEH entdeckte unlängst die eigene Vorkasse für sich, backt im Store oder unterhält gleich eine Bäckerei als Tochtergesellschaft. Newcomer wie Aran scheinen aus dem Stand beim Markteintritt den Nerv der Zeit zu treffen und besetzen oft mehr als nur eine Nische. Last but not least sind es angesichts der Finanzkrise die Billigbäcker, wie der Pionier Backwerk, die ihren Expansionskurs forcieren wollen, nun aber Gesellschaft im Niedrigpreissegment bekommen: Der Discounter Lidl backt bereits in den Stores, bei Aldi könnte die Testphase in den Märkten in Kürze erfolgreich abgeschlossen werden. Eine brisante Mischung von Marktteilnehmern, die zweifelsohne durch einen harten Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet ist.

Erstmals gibt es jetzt einen Deutschen Backkongress, der in noch nicht gekannter Dimension den Markteilnehmern rund um den Pro-Kopf-Verzehr an Backwaren ein gemeinsames Forum bietet. Marktübergreifend richtet „The Conference Group“, eine Beteiligungsgesellschaft des Deutschen Fachverlages in Frankfurt, den Backkongress 2009 am 02. und 03. Dezember in Wiesbaden aus. Mit der Allgemeinen BäckerZeitung, der Lebensmittelzeitung und dem Magazin food-service steht dem Kongress ein Medien-Trio zur Seite, das den Branchen die entscheidenden Informationen bietet, um mit Informationen die Nase vorn zu haben.

Spannende Fragen treiben die Marktteilnehmer umher, etwa, ob noch mehr TK-Pizza gegessen werden kann, ob der Außer-Haus-Verzehr trotz Finanzkrise weiter zulegen wird und wer das Rennen in den einzelnen Marktsegmenten bei sich änderndem Verbraucherverhalten macht. Das stellt alle Marketingstrategen in den Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Handwerksbäcker „suchen ihr Heil“ derzeit verstärkt wieder in der Besinnung auf alte Stärken und Traditionen, viele haben Erfolg mit Bio-, Premium- und Nischenkonzepten. Aber sind die Holzofenbäckerei, Slow Baking und andere Retro-Strategien langfristig Erfolg versprechende Konzepte? Was für Strategien bieten sich darüber hinaus an?

Zentrale Fragestellungen zum Backwarenmarkt greifen renommierte Praktiker, Kenner der Branchen und Marketingstrategen in ihren Vorträgen auf:

Liegt die Zukunft der Handwerksbäcker tatsächlich in Premium-Konzepten und im Außer-Haus-Verzehr?

Backstrategien des LEH: Was passiert mit der Vorkasse – und den Filialbäckern?

Erweist sich Bio als lukrativer Wachstumsmotor oder als überschätztes Modethema?

Welche Wachstumsstrategien verfolgen Food-Service-Anbieter und Lebensmitteleinzelhandel?

Wie teuer darf's denn sein: Der Preiskampf gewinnt als Megathema der Branche durch die Finanzkrise neue Brisanz.

Gewinner und Verlierer

Die Bäcker konnten in den letzten Jahren unerhört gute Zuwächse im Außer-Haus-Verzehr für sich verbuchen und hängten bei den Zuwachsraten sogar Branchenprimus Mc Donalds ab. Im Kerngeschäft mit Brot und Brötchen gehen Jahr für Jahr allerdings Marktanteile an die Industrie verloren, immer mehr Verbraucher entdecken für sich ein passendes Preis-Leistungsverhältnis bei verpackten Broten und Brötchen in den Regalen des LEH. Die Handwerksbäcker erweisen sich also bei genauem Hinsehen als Gewinner und Verlierer zugleich. Wie wird sich die Finanzkrise weiter auswirken?

Wird Geiz notwendig?

Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln und Brot stehen bei knappen Haushaltskassen höher im Kurs, wenn also Käse und Sonntagsbraten unerschwinglich erscheinen. Je stärker die Finanzkrise sich allerdings in der Realwirtschaft auswirkt, desto mehr geraten Premiumkonzepte unter Druck. Ein Handwerk ohne Hauptumsatz im traditionellen Kerngeschäft, heißt Brot und Brötchen für die Versorgung innerhalb der eigenen vier Wände, ist heute allerdings schwer vorstellbar. Wie sieht es in Zukunft aus? Wird man 2020 diese Ansicht rückblickend belächeln? Wer heute schon Antworten bekommen will, der sitzt beim Deutschen Backkongress in der ersten Reihe.

Informationen:

The Conference Group GmbH

Mainzer Landstraße 251

60326 Frankfurt am Main

Tel.: 069-7595-3000

Fax: 069-7595-3020

E-Mail: info@conferencegroup.de


Artikel vom 14.10.2008
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