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Tolle Erfolge in Forschung und Praxis
Beim Jahrestreffen der Gesellschaft für Getreideforschung in Berlin wurden Bestleistungen prämiert

Für seine Dissertation mit für die Zöliakieforschung sensationellen Ergebnissen erhielt Dr. Ingo Bauer (m.) den Förderpreis des Verbandes Deutscher Großbäcker. Dazu gratulierten Geschäftsführer Armin Juncker (r.) und Prof. Dr. Friedrich Meuser.
Der zum 17. Mal ausgeschriebene und mit 2500 Euro dotierte Förderpreis des Verbandes Deutscher Großbäckereien ging nach ausführlichem Jurybeschluss an Dr. Ingo Bauer für seine Dissertation zum Thema: Produktion funktioneller Weizenspeicherproteine in transgenen Stämmen der Hefe Saccharomyces cerevisiae. Die Arbeit war Bestandteil eines vom Bundesforschungsminister geförderten Projekts, das u.a. die Entwicklung von Weizenproteinen ohne Zöliakietoxizität und deren Verwertung zur Herstellung von Lebensmitteln zum Gegenstand hatte. In seiner Laudatio bezeichnete Verbandsgeschäftsführer Armin Juncker die in der Dissertation aufgeführten Ergebnisse als sensationell und zugleich herausragende ingenieur-wissenschaftliche Leistung. Die gesamte Durchführung, beginnend von der Propagation der transgenen Hefen, der Extraktion der Glutenine und deren Anreicherung und Aufreinigung zu backtechnisch funktionellen Proteinen hätten zugleich auch Schrittmacherfunktion für Projekte mit vergleichbaren Zielen. Erstmalig sei es gelungen, in einem pilottechnischem Maßstab mit transgenen Hefen soviel Glutenin zu erzeugen, um zweifelsfrei zu beweisen, dass solche Glutenine denen im Weizen vorkommenden vergleichbare funktionelle Eigenschaften besitzen.
Preise der Innung
Anschließend vergab Obermeister Hans-Joachim Blauert den mit jeweils 1000 Euro dotierten Förderpreis der Bäckerinnung Berlin an zwei Absolventen für ihre ebenfalls ausgezeichneten Diplomarbeiten. Während sich Ralf Hoffmann in seiner Diplomarbeit zum Thema: Aufreinigung von Gluteninpräparaten aus den Extrakten gentechnisch modifizierter Hefen und Charakterisierung der funktionellen Eigenschaften wichtige Wissenschaftliche Aspekte behandelte, bezog sich der Beitrag von Corinna Feller auf den betrieblichen Alltag. Bei der Untersuchung einer Sauerteiganlage im Hinblick auf die Optimierung der Brotqualität konnte sie nicht nur auf verschiedene Parameter zurückzuführende Schwankungen nachweisen, sondern auch Schwachstellen belegen und Lösungsvorschläge anbieten. So waren die in den einzelnen Anlageteilen angebrachten Temperaturfühler für die gleichbleibende Qualität des Sauerteigs von enormer Wichtigkeit.
Ebenfalls alljährlich wird mit der 1500 Euro verbundene Bäckermeister-Alfred-Kühn-Preis nach dem Willen des Stifters für praxisbezogenes Handwerksengagement verliehen.
2006 erhielt diese Auszeichnung Bäckermeister Hans-Peter Göhs, der bis 1998 neben seiner verantwortungsvollen Unternehmensführung im Betrieb auch in zahlreichen Ehrenämtern, unter anderem in der Bäckerinnung, der Handwerkskammer und in der Bäko Berlin-Brandenburg aktiv war und ist, wenn er gebraucht wird.
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