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Tiefkühlprodukte legen weiter zu
Auch im Profi-Bereich hält der Trend zu Lebensmitteln aus der Truhe weiter an
Köln (p). Nach Markterhebungen des Deutschen Tiefkühlinstitutes (dti) stiegen 2006 sowohl der Verbrauch als auch der Umsatz bei Tiefkühlkost. Der Gesamtabsatz lag bei 3,11 Mio. Tonnen. Dies entspricht einem Mengenplus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Pro-Kopf-Verbrauch wuchs um weitere 600 Gramm auf 37,7 Kilogramm. In den letzten zehn Jahren konnte der Tiefkühlabsatz somit um 50 Prozent gesteigert werden. Der Gesamtumsatz 2006 kletterte erstmals über die 10-Milliardengrenze und lag bei 10,05 Mrd. Euro – eine wertmäßige Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent.
„Ohne gefrorenes und tiefgefrorenes Rohgeflügel verzeichnet Tiefkühlkost jedoch eine noch deutlich bessere Bilanz“, betont dti-Geschäftsführer Manfred Sassen. „Wir kommen dann mit der klassischen Tiefkühlkost auf einen Mehrverbrauch von 2,9 Prozent.“ Die Nachfrage nach Rohgeflügel ging im vergangenen Jahr aufgrund der Vogelgrippe und der Fleisch-Skandale um 14 Prozent zurück.
Die Privatverbraucher kauften im Lebensmittelhandel, einschließlich Heimdienste und Discounter, mit knapp 1,67 Mio. Tonnen 1,9 Prozent mehr Tiefkühlkost als im Jahr zuvor. Ohne Rohgeflügel kam die Branche sogar auf ein Mengenwachstum von 3,2 Prozent. Der Umsatz betrug 5,98Mrd. Euro, was einem Plus von 3,8 Prozent entspricht.
Gemüse und Fisch als Bestandteile einer leichten, gesundheitsorientierten Ernährung waren die Renner.
Starke Nachfrage herrschte ebenfalls bei Produkten aus dem vielfältigen Backwarensortiment von Brötchen über Biskuitrollen bis hin zu Kuchen und Torten.
Im Außer-Haus-Markt – dem zweiten wichtigen Absatzkanal für Tiefkühlkost – betrug der Verbrauch knapp 1,44 Mio. Tonnen. Das waren 0,6 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf den Umsatz lag das wertmäßige Plus mit 4,07 Mrd. Euro bei 3,6 Prozent.
Ob in Betriebsrestaurants, Mensen, oder Krankenhäusern: Küchenchefs wie Privatverbraucher wählten bevorzugt tiefgekühlte Gemüsevariationen. Stark im Trend lagen auch Angebote aus dem Snack-Bereich, die insbesondere die Profi-Köche in Hotellerie und Gastronomie vermehrt einsetzten.
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