Wirtschaft
Synergieeffekte sollen Zukunft sichern
Bäko Leipzig/Halle integriert sich in die Bäko Mitteldeutschland / Überdeutliche Mehrheit der Mitglieder stimmt der Fusion zu

Im Fusionsvertrag ist eine zehnjährige Garantie für den Standort Krostitz als Niederlassung enthalten, womit die Bäko dauerhaft in der Fläche bestehen bleiben wird. Fotos: Salden Fotos: Salden
Weichen sind gestellt
„Natürlich sind wir gut. Doch mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Mitgliederentwicklung ist es nicht nur entsprechend dem Genossenschaftsgesetz unsere Aufgabe, auch für die Zukunft die bestmögliche Förderung der Mitglieder auf Dauer sicherzustellen“, betonte Dieter Holzhausen. „Angesichts des anhaltend tiefgreifenden Strukturwandels im Bäcker- und Konditorenhandwerk mit altersbedingten Betriebsschließungen, fehlendem Nachwuchs und wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen für die Handwerksbetriebe haben wir uns schon seit längerem Gedanken über die Zukunft gemacht, zumal die enorme Konzentration von Zulieferbetrieben auf der anderen Seite zu weltweiten Konzernen und mitunter sogar zu Monopolstellungen führt.“
In dieser Situation gelte es, mit einer langfristigen zielgerichteten Strategie und Nachfragemacht die gemeinsamen Ziele für das Bäcker- und Konditorenhandwerk und für die Bäko zu erreichen. Deshalb hatten Vorstand und Aufsichtsrat der Generalversammlung empfohlen, der beabsichtigen Fusion mit der Bäko Süd-Mitteldeutschland zuzustimmen. Schließlich votierte eine überdeutliche Mehrheit der anwesenden Mitglieder für den Zusammenschluss beider Genossenschaften, wobei die neue Bäko Mitteldeutschland mit ihren rund 65 Mitgliedsbetrieben für das Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von mehr als 90Mio. Euro anpeilt. Im Zuge der schrittweisen Zusammenführung sollen die Doppelbelastungen im Kostenbereich beider Genossenschaften auf solch ein Niveau gebracht werden, das einen schlanken und effizienten Betriebsablauf gewährleistet und weitere Synergieeffekte erschließen hilft.
Die künftige Bäko Mitteldeutschland ist und bleibt ein zuverlässiger Partner für das backende Handwerk, versicherte auch der Geschäftsführende Vorstand Ben Hartmann, dem Direktor Holzhausen als gleichberechtigter Geschäftsführer bis zu seiner Pensionierung im kommenden Jahr zur Seite stehen wird. „Wir lassen uns nach wie vor an unserer Kundennähe, an der Zuverlässigkeit unserer Lieferungen und Dienstleistungen sowie an unserem umfassenden Service messen, wobei sich mit der Fusion zwei starke Partner zu einer leistungsfähigen und schlagkräftigen Einheit vereint haben“, hob Ben Hartmann hervor, der zugleich als Vorstandssprecher fungiert. Die dafür benötigten modernen Einrichtungen seien sowohl in Lichtenstein als auch in Krostitz vorhanden.
Garantie für Standort
Für die Leipziger Genossenschafter war es ebenso erfreulich wie wichtig, dass im Verschmelzungsvertrag eine zehnjährige Garantie für den Standort Krostitz verankert ist und damit die Einrichtungen beider bisherigen Bäkos dauerhaft erhalten bleiben. Gerade diese vertraglich verbriefte Standortgarantie hat den Mitgliedern der Bäko Leipzig/Halle den Zusammenschluss „versüßt“, die es in den vergangenen Jahren gewohnt waren, durch Verschmelzungen mit kleineren Genossenschaften selbst stetig zu wachsen und damit den Mitgliederschwund immer wieder auszugleichen.
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